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Neue archäologische Funde in Reinheim – Grabungsfund weist auf eine Villenanlage der Römerzeit hin

Inzwischen sind die Grabungsarbeiten soweit fortgeschritten, so dass sich erste Grabungsergebnisse abzeichnen. Bei einem gemeinsamen Ortstermin mit den Mitarbeiterinnen des Landesdenkmalamtes informierten sich Umwelt-Staatssekretär Rainer Grün, der Bürgermeister der Gemeinde Gersheim Lothar Kruft und Landrat Clemens Lindemann vor Ort über den Ausgrabungsfund.

Die Ergebnisse der Untersuchungen, die das Landesdenkmalamt bisher angestellt hat, haben ergeben, dass es sich bei den freigelegten Mauerteilen vermutlich um die Reste einer reich ausgestatteten Villenanlage aus dem ersten bis zweiten Jahrhundert nach Christus handelt. Hierfür sprechen die Bruchstücke von prächtigen Wandmalereien, die man nach den ersten Freilegungsarbeiten bereits oberflächlich erkennen kann. Im ersten Grabungsabschnitt wurden die beiden Seitenflügeln eines größeren, römischen Baukomplexes freigelegt, der sich nach Süden zur vorbei fließenden Blies hin öffnet. In der Mitte dieser beiden risalitartigen Flügel befindet sich ein rechteckiges Wasserbecken von außergewöhnlicher Form, das etwa 13 mal sechs Meter groß ist. Die Funktion des außergewöhnlichen Kreisgrabens, der etwa vier Meter breit und 1,20 Meter tief und in den Muschelkalkfelsen eingearbeitet ist, liegt bisher noch im Dunkeln. Im Verlauf der weiteren Ausgrabungen erhoffen sich die Mitarbeiter des L andessdenkmalamtes anhand von weiterem Fundmaterial jedoch neue Erkenntnisse über die Funktion des Wasserbeckens und über die Nutzung der Villenanlage. Ziel der Ausgrabungen, die seit Anfang April durchgeführt wurden, war es, mögliche weitere keltische Grabanlagen und römische Gebäudereste vor einer Zerstörung durch den Pflug zu bewahren. Hinweise darauf, dass man hier noch weitere archäologische Bodenfunde ausgraben würde, hatten die geomagnetischen Untersuchungen bereits im vergangenen Jahr gegeben.

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