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Abacus und Kerbholz – Vortrag zu römischen Zahlen

Der Förderverein „Freundeskreis Europäischer Kulturpark“ lädt am Mittwochabend, 18. Juni, 18:00 Uhr zu einem weiteren Vortrag im Rahmen der wissenschaftlichen Vortragreihe in den Europäischen Kulturpark ein. Unter dem Titel „Vom römischen Abacus zum modernen Ziffernblatt“ referiert Walter Siewert über die Ursprünge unserer Zahlenwelt.

Der Vortrag führt ein in die Welt der römischen Zahlzeichen, wie sie uns noch heute nicht nur im Mathematikunterricht und auf dem Ziffernblatt einer Kirchturmuhr, sondern auch in zahllosen Inschriften historischer Bauwerke in ganz Europa begegnen. Siewert weist den Ursprung der „römischen“ Zahlzeichen aus der Verwendung von Kerbhölzern durch „vorrömische“ Völker Italiens auf. Auch auf den symbolhaften Charakter der Zeichen, die in den wenigsten Fällen etwas mit „Buchstaben“ zu tun haben, geht er ein. Er räumt mit der im Mathematikunterricht unausrottbar tradierten „Regel“ auf, die Römer hätten nie vier gleiche Zahlzeichen nebeneinander gesetzt, obwohl diese Regel erst im Mittelalter praktiziert worden ist, und zeigt auf, dass die „Bierdeckelzählweise“ zur Abrechnung der Getränke von der Rechenpraxis mit dem „römischen Taschenrechner“ übernommen worden ist.

Etliche Redewendungen wie „etwas auf dem Kerbholz haben“ oder „jemandem ein X für ein U vormachen“ lassen sich auf die Praxis des Umgangs mit dem abacus zurückführen. Am Beispiel des römischen Rechenbrettes wird auch das System der römischen Bruchzahlen vorgeführt und die Herkunft von Begriffen wie „Unze“, „Skrupel“ oder „Gran“ bewusst gemacht.

Interessierte sind herzlich zu dem kostenfreien Vortrag eingeladen. Beginn ist um 18:00 Uhr im Konferenzraum des Infozentrums Maison Jean Schaub. Weitere Informationen zu Veranstaltungen, Angeboten und Öffnungszeiten erhalten Sie unter www.europaeischer-kulturpark.de oder unter 06841 900211.

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St. Ingberter Anzeiger ·
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