Nachrichten

Freitag, 18. August 2017 · klar  klar bei 15 ℃ · Hasseler Dorffest 2017Jugendcamp des SV Rohrbach 2017Erneuerung des Partnerschaftsvertrages

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Anreize schaffen, um Häuserleerstand zu vermeiden

Pressemitteilung der Stadtratsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen St.Ingbert zum Thema Häuserleerstand und Baulücken in St. Ingbert.

Pressemitteilung:

Anreize von Land und Kommune gegen Häuserleerstand erforderlich

Die Stadtratsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen St.Ingbert begrüßt die Forderung des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln, in den Kommunen keine neuen Baugebiete für Einfamilienhäuser am Rande der Stadte oder Ortsteilen zu erschließen, sondern Brachen und Baulücken im Innenbereich zugänglich zu machen. Nach Untersuchung des Instituts ist auch im Saarpfalz-Kreis das Angebot an neuen Bauflächen um 10 % übererfüllt. Aufgrund der demographischen Entwicklung schumpft die Bevölkerung im Kreis und in den zugehörigen Kommunen, so dass es in Zukunft ein Überangebot an neuen Grundstücken und neuen Einfamilienhäusern geben wird. Leerstehende Häuser der Zukunft.

Stadtrat und Verwaltung in St. Ingbert haben diese Entwicklung schon vor Jahren erkannt und erschließen nur noch Neubaugebiete im Innenbereich der Stadt und in Ortsteilen und beabsichtigen u.a. auch die Nutzung von Brachen und zahlreichen Baulücken (650 in St.Ingbert) sowie leerstehender Häuser voran zu treiben.
In St. Ingbert stehen nach Auskunft der Verwaltung zur Zeit 500 Häuser leer und es werden Jahr für Jahr mehr. Land und Kommunen müssen gemeinsam dieses Potential an Wohnraum heben und dafür Anreize schaffen. Dies forderte auch der Vorsitzende des Eigentümerverbandes Haus und Grund Saarbrücken. Er wies u.a. darauf hin, dass Land und Kommunen steuerliche Anreize oder Abschreibungsmöglichkeiten einräumen könnten, um den Ankauf leerstehender Häuser zu fördern. Die Stadtratsfraktion der Grünen schließt sich diesen Vorschlägen an und erwartet, dass das Land hier verstärkt Lenkungfunktion übernimmt, um dem zukünftigen Überangebot an leerstehenden Häusern und erhöhtem Flächenverbrauch an den Stadträndern entgegen zu wirken. Insbesondere Städte wie St.Ingbert, die diesen Weg schon eingeschlagen haben, sollten vom Land besondere Unterstützung erhalten.

Stadtrat und Stadtverwaltungs sollten prüfen, inwieweit sie junge Familien noch mehr durch Zuschüsse für den Ankauf von leerstehenden Häusern motivieren könnten. An die Besitzer (Erben u. Erbengemeinschaften) der leerstehenden Häuser richtet die grüne Fraktion den Appell, doch vermehrt ihre unbewohnten Häuser zum Verkauf anzubieten, die Bestrebungen von Stadt und Stadtrat zu unterstützen und somit dem Gemeinwohl zu dienen.

Freundliche Grüße

Jürgen Berthold
Fraktionsvorsitzender
im Stadtrat St. Ingbert

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Bitte lesen Sie sich die Netiquette für unseren Kommentarbereich durch, bevor Sie einen Beitrag verfassen. Vielen Dank!

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017