Nachrichten

Freitag, 20. Oktober 2017 · leicht bewölkt  leicht bewölkt bei 15 ℃ · Nachkirmes auf dem MarktplatzBunter Nachmittag für SeniorInnen in der OberwürzbachhalleSaarländische Künstler sind bei Künstlermarkt vertreten

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Auf der Alten Schmelz in Sankt Ingbert sollen Schüler forschen

Im früheren Laborgebäude auf der Alten Schmelz soll ein Schülerforschungs- und
-technikzentrum eingerichtet werden. Das haben der Sankt Ingberter Oberbürgermeister Georg Jung und Rolf Hempelmann, Professor für physikalische Chemie an der Saar-Uni, vereinbart. Eingebunden in ein bundesweites Netzwerk von Schülerlaboren, soll es jungen Leuten Begeisterung und Verständnis für die Wissenschaft vermitteln. Öffentliche und private Partner wollen das Bildungsprojekt stemmen. In Kürze soll mit den konkreten Planungen begonnen werden.
Sie mischen, messen und beobachten, sie feuern an und fackeln ab, sie konstruieren, rechnen und präsentieren ihre Ergebnisse: Rund eine halbe Million Kinder und Jugendliche schlüpfen mittlerweile jedes Jahr bundesweit in Kittel und Schutzbrille und werden zu Nachwuchsforschern auf Zeit. Bundesweit an die 300 Schülerlabore und andere außerschulische Lernorte an Universitäten, Forschungseinrichtungen, Technologie- und Gründerzentren in der Industrie oder in freier Trägerschaft machen das möglich. Biologie, Physik und Chemie, aber auch Mathematik, Informatik und die Technikwissenschaften erscheinen damit nicht mehr als graue Theorie, sondern präsentieren sich als spannende Arbeitsfelder mit hohem Alltagsbezug.
Nun soll auch Sankt Ingbert seinen Lernort Labor erhalten. Oberbürgermeister Georg Jung und Prof. Rolf Hempelmann, Vorsitzender des Bundesverbandes „LernortLabor“, unterzeichneten vor wenigen Tagen eine gemeinsame Absichtserklärung, ein Schülerforschungs- und -technikzentrum einzurichten. Entstehen soll es im ehemaligen Laborgebäude auf der Alten Schmelz, das derzeit leer steht und sich für die Einrichtung des Schülerlabors anbietet. Etliche Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentliche Träger haben bereits ihre Unterstützung angekündigt.
„Junge Menschen müssen sich entwickeln können“, so Oberbürgermeister Georg Jung. „In unserer Stadt gibt es vielfältige Angebote für alle, die sich im Verein engagieren wollen. Mit dem neuen Schülerlabor wollen wir auch denen Möglichkeiten bieten, die es in Forschung und Technik drängt.“ Chemie-Professor Rolf Hempelmann, der für sein Engagement bei der Förderung von Jugendlichen bereits das Bundesverdienstkreuz erhielt, sagte im Rahmen der Unterzeichnung: „Die meisten Kinder sind von Naturphänomenen gefesselt und haben einen ungebremsten Forscherdrang – diese Begeisterung gilt es aufrecht zu erhalten und durch eine systematische Förderung auszubauen.“

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017