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Bedarfsgerechtes Betreuen und Wohnen in Homburg

Die Psychosozialen Projekte Saarpfalz setzen mit der Villa Kaiser und einem neuen Wohngebäude ein Zeichen

Mit einem Tag der offenen Tür hat die Psychosoziale Projekte Saarpfalz gGmbH (PSP) am 5. Juni eine Tagespflege mit 30 Plätzen in der Kaiserstraße 18 offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Gleichzeitig öffnete auch das neue Wohngebäude mit 18 Einzelapartments in der Hiltebrandtstraße seine Pforten für Besucher. Vorausgegangen waren die Grundsteinlegung und die Errichtung des Neubaus im September 2016 sowie der Kauf und der Umbau des Altbaus in der Kaiserstraße ab 2017. Rund vier Millionen Euro investierten die PSP gGmbH und die Stiftung in die beiden Häuser.

Im Garten der Villa Kaiser begrüßte PSP-Geschäftsführer Horst Schneider zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft sowie seine Mitarbeiter. „Für mich war es wichtig, in der Tagespflege ein besonderes Wohnambiente mit Wohlfühlcharakter im Sinne der zu betreuenden Menschen zu schaffen. Dies ist uns in diesem wunderschönen Altbau gelungen“, freute sich Horst Schneider.
Anlässlich der Feierlichkeit sprach auch Landrat Dr. Theophil Gallo Grußworte. „Es ist ein großes Glück, dass wir heute zwei ganz besondere Standorte der PSP einweihen dürfen. Was hier in den Bereichen Betreuung und Wohnen mit ambulanten bedarfsorientierten Angeboten für ältere und psychisch kranke Menschen auf die Beine gestellt wird, ist ein großer Gewinn für die Stadt Homburg und den Saarpfalz-Kreis. Solche privaten Initiativen sind immens wichtig und verdienen höchste Anerkennung, weil der Kreis Projekte dieser Art nicht alleine stemmen könnte“, betonte der Landrat und beglückwünschte Horst Schneider und das gesamte Team zu den beiden gelungenen Einrichtungen. Der Saarpfalz-Kreis unterstützt die Tagespflege mit finanziellen Mitteln aus der Kreisumlage über den Pflegesatz für Investivkosten.

Auch Bernd Seiwert aus dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie ließ es sich nicht nehmen, zu gratulieren. „Mit dem Angebot der Tagespflege für Menschen mit Demenz in der Kaiserstraße 18 liegen die Psychosozialen Projekte genau richtig: Die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen steigt demografiebedingt jedes Jahr deutlich an, gut 70 Prozent von ihnen wollen zu Hause leben. Besonders viele Hochbetagte sind von Demenz betroffen. Deren pflegenden Angehörigen brauchen bei ihrer aufopfernden Tätigkeit tageweise verlässliche Entlastung.  Während die Pflegebedürftigen in der  Tagespflege der PSP einmal oder mehrmals pro Woche gut versorgt sind, können die Angehörigen in aller Ruhe dringend notwendige Dinge des täglichen Lebens erledigen“, sagte Bernd Seiwert und überbrachte herzliche Grüße von Gesundheitsministerin Monika Bachmann.
Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind bezeichnete die Villa Kaiser als „eines der schönsten Gebäude in der Innenstadt“ und auch Dr. Hans Wollny, Gründer des Vereins Psychosoziale Projekte Saarpfalz e. V., freute sich sehr: „Es ist beeindruckend, ein solch prachtvolles Gebäude zu sehen.“

Zur Villa Kaiser

Die Tagespflege Villa Kaiser bietet für Ältere und Demenzkranke eine fachgerechte Betreuung. Daheim pflegende Angehörige können so stundenweise entlastet werden. Im Mittelpunkt der Betreuung steht die Förderung der Interessen, Wünsche und Fertigkeiten der Besucher. Die Angebote sind danach ausgerichtet, lebenspraktische sowie motorische und geistige Fähigkeiten zu trainieren und zu aktivieren. Die Gruppe wird von Fachpflegekräften geleitet und von geschulten Ehrenamtlichen unterstützt. Die Villa bietet auf mehr als 400 Quadratmetern in einer barrierefreien Umgebung in einem wohnlichen Ambiente auf drei Etagen Raum, in dem man sich wie zu Hause fühlen kann. Ein parkähnlicher Garten vermittelt das Gefühl, sich mitten in der Stadt in einer grünen Oase zu befinden.

Zum Neubauobjekt Hiltebrandtstraße

Zwischen dem Café Goethe in der Kaiserstraße und dem Mannlich-Gymnasium in der Homburger Innenstadt sind in einem neuen Wohngebäude 18 Einzelapartments entstanden. Sie bieten älter gewordenen, psychisch erkrankten Menschen, die ein besonderes Unterstützungsangebot benötigen, oder aufgrund einer Mobilitätseinschränkung auf einen barrierefreien Wohnraum angewiesen sind, die Möglichkeit, ein möglichst eigenständiges Leben zu führen. Sie müssen also nicht in eine stationäre Wohnform ziehen, wenn diese nicht unbedingt benötigt wird.
„Das Wohnhaus Hiltebrandtstraße ist das erste Wohnhaus in dieser Form und setzt im Saarland Zeichen“, versicherte Geschäftsführer Horst Schneider. Die Bewohner erhalten unterstützende Leistungen bei notwendiger Pflege oder andere Service- und Hilfsdienste sowie Angebote zur Alltagsstrukturierung und sozialer Teilhabe. Zielsetzung dieses Servicewohnens sei die Erhaltung der Selbstständigkeit und des selbstbestimmten Lebens durch bedarfsgerechte und individuell gestaltete Versorgung, betonte Horst Schneider.

 

PM: Pressestelle SPK

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