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Bessere Förderung für energieeffizientes Sanieren

Saarbrücken. In Deutschland werden rund 40 Prozent der Endenergie in Gebäuden verbraucht, vorwiegend für Heizung und Warmwasser. Damit Altbauten weniger Energie verbrauchen, fördert die staatliche KfW-Bank energieeffiziente Sanierungen.

Die „Energieberatung Saar“ weist darauf hin, dass die Förderbank das Programm „Energieeffizient Sanieren“ deutlich verbessert hat. „Im Saarland gibt es rund 310.000 Wohngebäude. Davon sind 85 Prozent vor 1989 erbaut worden. Ein Großteil davon ist noch nicht energetisch saniert“, informiert Ralph Schmidt, Geschäftsführer der ARGE SOLAR. Die energetische Sanierung von Wohngebäuden birgt ein großes Einsparpotenzial bei Energie und Kohlendioxid.

Bauherrn, die ihre Immobilie energetisch sanieren wollen, erhalten von der Förderbank des Bundes einen um 5 Prozent erhöhten Tilgungszuschuss beim Darlehen. Zum Vorteil des Bauherrn reduziert der Zuschuss die Darlehenshöhe und verkürzt die Laufzeit.

Entspricht die energetische Modernisierung dem Neubaustandard (Effizienzhaus 100), erhält der Immobilieneigentümer einen Tilgungszuschuss von 10 Prozent (an-statt bislang 5 Prozent) der förderfähigen Kosten. Um einen Altbau auf Neubauniveau zu sanieren, ist häufig die Modernisierung der Heizung, das Austauschen von Fenstern und Außentüren, die Dämmung des Daches und der Außenwände notwendig. Beträgt dafür die förderfähige Investitionssumme beispielsweise 60.000 Euro, leistet die Förderbank einen Tilgungszuschuss in Höhe von 6.000 Euro bei einem zinsgünstigen Darlehen (aktuell 1,00% effektiver Jahreszins).

Der Antrag muss vor Beginn des Vorhabens direkt bei der KfW gestellt werden. Als Beginn des Vorhabens gilt der Start der Bauarbeiten vor Ort. Planungs- und Beratungsleistungen sowie der Abschluss von Liefer- und Leistungsverträgen gelten nicht als Vorhabenbeginn.

Von nun an besteht bei einer Förderzusage in den Investitionsprogrammen ein Anspruch auf einen Baubegleitungszuschuss. Hierbei erhält der Bauherr 50 Prozent (maximal 4.000 Euro) der Kosten für die Fachplanung und Baubegleitung durch einen unabhängigen Experten.

Wer Fragen zu den Förderprogrammen hat und Informationen über energetische Sanierungsmöglichkeiten sucht, kann sich telefonisch unter der Nummer 0681/501-2030 an die „Energieberatung Saar“ wenden. Die „Energieberatung Saar“ ist eine gemeinsame Informations- und Beratungskampagne des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr mit saarländischen Energieversorgern. Die Kampagne wird im Auftrag des Ministeriums und der saarländischen Energieversorgern von der ARGE SOLAR umgesetzt.

Die Neuerungen im Einzelnen:

  • Erhöhung der Tilgungszuschüsse bei Inanspruchnahme eines Kredits für alle KfW-Effizienzhaus-Standards um 5 Prozent, z.B. für den Standard KfW-Effizienzhaus Denkmal steigt der Tilgungszuschuss nun auf 7,5 Prozent, für den Standard KfW-Effizienzhaus 55 von 17,5 auf 22,5 Prozent
  • verbindlicher Anspruch auf einen Baubegleitungszuschuss bei Förderzusage für eine Investition (50 Prozent der Kosten, max. 4.000. Euro pro Bauvorhaben).

 

PM: Sabine Ramge-Wein, ARGE SOLAR e.V

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