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Betrügerischer Anruf

Eine geradezu haarsträubende Geschichte musste sich am Donnerstagmorgen (22.11.2012) eine 84-jährige St.Ingberterin am Telefon anhören.
Anrufer war ein Mann, der der betagten Dame erklärte, dass auf der Sparkasse Riegelsberg ein Scheck über 17617,81 Euro für sie zur Abholung bereit liegen würde. Sie brauche nur noch unter einer ihr mitgeteilten Telefonnummer den „Oberstaatsanwalt Dr. Schulz in Regensburg“ anzurufen, der dann den Scheck freigeben und dessen Übersendung an die Frau veranlassen würde.
Beim nachfolgenden Anruf meldete sich zunächst eine angebliche „Frau Schulz“, die die ältere Dame fragte, ob sie wisse, daß sie mit dem Oberlandesgericht verbunden sei, was der „Frau Schulz“ bestätigt wurde.
Dann wurde die St. Ingberterin mit dem „Dr.Schulz“ verbunden, der „zufällig gerade Zeit für sie hätte“.
Der erklärte ihr wiederum, daß man Betrüger ermittelt habe, die im Gefängnis sitzen würden.
Diese Betrüger hätten die Daten von Personen der Geburtsjahrgänge 1925-1930 verkauft und pro Datensatz 25000 Euro erhalten.
Die Daten der St.Ingberterin wären auch dabei gewesen, so daß die 84jährige aus der insgesamt ergaunerten Summe nun einen Betrag von über 17000 Euro als Entschädigung bekommen sollte.
Jetzt müsse sie lediglich noch ihre Kontonummer und Bankverbindung angeben, damit der „Herr Dr. Schulz“ das Geld dorthin überweisen könne.
Letztendlich müsste noch eine kleine Formalität erledigt werden und zwar, daß sie 2000 Euro auf ein Konto in Zypern überweisen müsste, um Depotgebühren für ein Geldfach zu begleichen, in dem das durch den Datenverkauf betrügerisch erlangte Geld gelagert sei.
Spätestens jetzt keimte bei der älteren Dame der Verdacht auf, daß man sie „bescheißen“ wollte.
Sie rief bei der Sparkasse Riegelsberg an, wo man von einem derartigen Scheck nichts wußte.
Dann veranlasste sie bei ihrer Bank, daß von ihrem Konto ohne ihre Benachrichtigung keine Auslandsüberweisungen durchgeführt werden.
Schließlich erstattet sie Anzeige bei der Polizei St. Ingbert.

Nach Erkenntnissen der Polizei handeln mit dieser und ähnlichen Maschen immer wieder Tätergruppen aus Call-Centern in der Türkei oder dem osteuropäischen Raum.
Ziel ist es, an Personen-und Bankdaten vor allem älterer Mitbürger zu gelangen, bzw. Überweisungen zu veranlassen.
Daher gilt, am Telefon, keine persönlichen Daten bekannt zu geben oder Überweisungen zu tätigen.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017