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Bilanz Kontrollfahrten der Feuerwehr und des Ordnungsamtes

Beidseits zugeparkte Straßen und anrückende Einsatzkräfte sind keine guten Voraussetzungen um im Brand- oder Notfall schnell helfen zu können.

Da es in der Vergangenheit vermehrt zu Behinderungen durch falsch parkende Fahrzeuge im Stadtgebiet gekommen ist, war die Feuerwehr St. Ingbert und Mitarbeiter des Ordnungsamts in St. Ingbert und den Stadtteilen in den vergangenen Monaten unterwegs.

Mit großen Feuerwehrfahrzeugen wurden die bekannten „Engstellen“ befahren. Fazit der Kontrolle: An einigen Stellen kam es zu so massiven Behinderungen, dass im Ernstfall kein schnelles bzw. gar kein Durchkommen möglich gewesen wäre.

Hassel, Neuhäuseler Straße

Als Beispiele für Engstellen sind das Musikantenviertel in St. Ingbert – Kreuzung Mozartstraße/Bachstraße – zu nennen. In Hassel musste in der Neuhäuseler Straße auf eine Autofahrerin gewartet werden. Ein Durchkommen mit dem Hilfeleistungslöschfahrzeug wäre unmöglich gewesen. In Oberwürzbach gab es bei der Durchfahrt der Friedhofstraße durch beidseitige Beparkung Komplikationen. Rund um die Kirche in Rentrisch in der Straße Am Stiefel mussten ebenfalls Autofahrer ermahnt werden. Auf der Siedlung in Rohrbach – Bereich Ulmenweg / Fichtenweg – konnte ebenfalls die Straße nicht direkt durchfahren werden.

Kreuzung Karlstraße / Theresienstraße

Die Beispiele aus dem Stadtgebiet zeigen, dass das nicht ordnungsgemäße Parken ein Problem in der Gesamtstadt darstellt.

Durch Mitarbeiter des Ordnungsamtes wurden die Autofahrer ermahnt und nicht mit einem Bußgeld verwarnt. Die meisten Autofahrer hatten auch Verständnis und gelobten Besserung. Oft verteidigten sich die Ermahnten, dass Sie nur „kurz“ parken wollten. Diese „kurze“ Parkzeit kann allerdings im Brand- und Notfall zum Problem werden. Denn Feuerwehr und Rettungsdienst haben in dieser Situation eben nicht „kurz“ Zeit, sondern Sekunden können Leben retten,

Die Kontrollfahrten sollen kein einmaliges Ereignis darstellen, sondern werden auch im nächsten Jahr durchgeführt.

Abschließend sagt Florian Jung, Pressesprecher der Feuerwehr: „Es geht hier nicht um unwillkürliche Bestrafungen der Autofahrer. Wir als Feuerwehr wollen die Bürger sensibilisieren. Feuerwehrfahrzeuge werden immer größer und auch die Anzahl der PKW, die einen Parkplatz benötigen, steigt. Dies führt natürlich zu einem Konflikt. Dennoch weisen wir daraufhin, dass die Zeit unser stärkster Gegner bei Rettungsmaßnahmen ist. Daher haben wir keine Zeit zu warten. Auch die Drehleiter muss in unmittelbarer Nähe des Gebäudes aufgestellt werden. Wir bitten daher nochmal alle Bürger ordnungsgemäß zu parken und entsprechend Rücksicht zu nehmen!“

Feuerwehr St. Ingbert

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2018