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Blutspende-Regelung: Sicherheit für Patienten geht vor!

Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Raphael Schäfer, bewertet die neue Blutspende-Regelung der Bundesärztekammer positiv.

„Es war höchste Zeit, dass der generelle Ausschluss von homosexuellen Männern von der Blutspende endlich aufgehoben wird. Fakt ist aber auch: Die Sicherheit der Patienten muss oberste Priorität haben! Die Empfänger von Bluttransfusionen müssen bestmöglich vor Infektionen geschützt werden, deshalb ist es richtig, Blutspender mit sexuellem Risikoverhalten – egal ob homo- oder heterosexuell – auch weiterhin nicht zur Spende zuzulassen.“

Vorwürfe, die neue Richtlinie diskriminiere nach wie vor Homosexuelle, kann der CDU-Gesundheitsexperte nicht nachvollziehen. Die neue Regelung gelte auch für Heterosexuelle mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern. „Die Richtlinie basiert auf dem medizinischen Sachverstand von Ärzten und Experten. Deren Absicht ist es sicher nicht, Menschen zu diskriminieren, sondern für die Sicherheit von Blutprodukten zu sorgen. Nach Ansicht dieser Experten ist es unstrittig, dass sexuelles Risikoverhalten die Gefahr von ansteckenden Krankheiten erhöht – unabhängig von der sexuellen Orientierung. Der zeitlich befristete Ausschluss dieser Gruppe von der Blutspende ist in der Gesamtabwägung verhältnismäßig. Wer jetzt kritisiert, die Regelung diskriminiere gezielt Homosexuelle, betreibt in meinen Augen Klientelpolitik zulasten aller Blutspendeempfänger“, sagt Raphael Schäfer.

Hintergrund

Das Transfusionsgesetz (TGF) folgt dem Grundsatz, durch gesetzliche Regelungen nur so viel wie notwendig zu regeln und die fachlichen Einzelheiten soweit wie möglich der Regelung durch die Fachwelt zu überlassen. Die Regelungen basieren auf den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft und Technik. In der von der Bundesärztekammer veröffentlichten neuen Richtlinie werden Personen mit sexuellem Risikoverhalten für ein Jahr von der Blutspende ausgeschlossen. Begründet wird dieser zeitlich befristete Ausschluss mit der sogenannten diagnostischen „Fensterphase“. In dieser Phase ist eine Person bereits infiziert, allerdings kann die Infektion noch nicht sicher nachgewiesen werden, sodass durch Blut übertragbare Krankheiten nicht ausgeschlossen werden können.

 

PM: J. Glutting

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