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Bügelmaschine, Dauerwellenapparat, Morse-Schreibtelegraph

Die Elektrosammlung aus dem Museum des Saarbrücker Energieversorgers VSE ist erfolgreich in den Bestand des Historischen Museums Saar überführt worden. Rund 700 Exponate – darunter

eine Bügelmaschine von 1928, ein runder Kühlschrank der Firma Bosch von 1933 und ein Morse-Schreibtelegraph von 1895 – des 1981 gegründeten und inzwischen geschlossenen Elektromuseums haben ihr neues Zuhause im Museumsdepot gefunden.

Die breit angelegte Sammlung aus allen Anwendungsbereichen der Elektrotechnik ist einzigartig im Saarland und von überregionaler Bedeutung. Die Übernahme wurde zwischen dem Saarländischen Museumsverband (Rainer Raber), der VSE-Geschäftsführung (Dr. Gabriël Clemens) und dem Historischen Museum Saar (Simon Matzerath) 2019 vereinbart. Das Historische Museum Saar sichert so ein wichtiges Konvolut für das Saarland und kann die Objekte auf Anfrage für Ausstellungen und wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung stellen. Der Saarländische Museumsverband hat den Sammlungsbestand weitgehend inventarisiert, sodass Interessierte diesen, inklusive der Objektfotos, in den nächsten Monaten über die Online-Datenbank „Digicult“ recherchieren können.

Für das Historische Museum Saar stellt die Schenkung eine wichtige Ausweitung der eigenen, knapp 30.000 Objekte umfassenden Sammlung dar. Themenbereiche wie Elektrifizierung der Saarregion, Technikgeschichte, Haushaltsgeräte, Kommunikation, Unterhaltungs- und Informationsmedien, Freizeit und Produktdesign lassen sich künftig besser erforschen und darstellen. Einige der Objekte, wie ein Dauerwellenapparat von 1927, ein Radio der Marke Philips aus Bakelit (1928/29), ein Klapptoaster von Rowenta sowie ein AEG Fön (1920er/30er) sind bereits in der aktuellen Ausstellung „Die 20er Jahre“ im Historischen Museum Saar am Saarbrücker Schlossplatz zu sehen. Präsentiert werden sie im Schaufenster eines nachempfundenen „Elektro-Kaufhauses“.

Weitere Highlights der Sammlung sind alte Kristall-Detektor-Geräte, ein Rundfunkgerät der Firma Loewe-Opta mit Mehrfachröhre und Trichterlautsprecher von 1926 sowie der sogenannte Telefunken-D-Zug mit mehreren Wellenbereichen aus dem Jahr 1924. Neben bekannten Volksempfängern gehören auch Tonbandgeräte, ein Münzgrammophon von 1905 und Musiktruhen aus den frühen Jahren der Bundesrepublik zu den übernommenen Schätzen aus dem ehemaligen VSE-Museum.

Aufgrund der Corona-Pandemie ist das Historische Museum Saar vorerst bis zum 20. April geschlossen.

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