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Buenas días, Spanien!

Die Comenius-Gruppe der Gesamtschule Gersheim zu Besuch bei den Partnern in Zaragoza
Spanien hat mehr zu bieten als Sonne, Meer und überfüllte Strände. Dies erfuhren die Mitglieder der Comenius-Gruppe bei ihrer Fahrt Ende März nach Zaragoza an ihre spanische Partnerschule „Escuelas Pias“. Für die prächtigen Bauten, die das Stadtbild prägen, konnten sich eher die begleitenden Lehrer begeistern, aber auch die Jugendlichen konnten sich dem Flair des Neuen und Erstaunlichen nicht verschließen. Es war ein Erlebnis, in den schmalen, verwinkelten Gassen der großen Stadt zu flanieren und zu erleben, wie diese um die Mittagszeit völlig ausgestorben im Sonnenschein liegen (weil dann jeder Vernünftige „Siesta“ hält), um sich dann in den Abendstunden wieder zu beleben und mit Menschen zu füllen.
Sich in der 400 Jahre alten, traditionsreichen Schule mit ihren zahlreichen Gebäudeteilen, Hallen, Treppenaufgängen und Fluren zurechtzufinden, war eine echte Herausforderung. Schülerinnen und Schüler im Alter von 3 bis 18 Jahren bevölkern diese Schule. Also bewegt sich jeder recht vorsichtig durchs Gebäude und achtet rücksichtsvoll auf die „Zwerge“. Für die Gäste ein ungewohntes Bild, wie auch die Kleinen sehr selbstverständlich spielerisch oder auch mit Hilfe von höchst modernen Smartboards lernen … u.a. die englische Sprache.
Sich in die spanischen Gastfamilien einzuleben war absolut problemlos. Die sprichwörtliche spanische Gastfreundschaft sorgte dafür, dass die Gastschüler mit offenen Armen empfangen und ohne Umstände in die Familien integriert wurden. Kein Wunder, dass zum Abschied die Tränen reichlich flossen, und zwar auf beiden Seiten, und das vielfache Versprechen laut wurde, sich auf jeden Fall zu schreiben und bald wiederzusehen.
Das wird auch der Fall sein, denn die spanischen Schülerinnen und Schüler werden schon im kommenden September zum Gegenbesuch eintreffen. Bis dahin ist wieder viel Projektarbeit zu leisten. Das Thema „Healthy lifestyles – Gesundes Leben“ wird weiter ausgebaut. Die Ergebnisse werden zusammengetragen und wie auch bereits bei diesem Besuch gegenseitig vorgestellt, und zwar auf Englisch selbstverständlich, der gemeinsamen Verständigungssprache in diesem Projekt.
Auf diese Art funktioniert das Comenius-Programm, ein EU-Projekt für lebenslanges Lernen, seit vielen Jahren. Schulen aus mindestens drei europäischen Ländern schließen sich zu einem Ring zusammen. Sie arbeiten sowohl individuell als auch gemeinsam an Themen, die für Jugendliche unserer Zeit relevant sind. Sie besuchen sich gegenseitig und lernen so ihre Nachbarn im europäischen Haus kennen, lernen das Fremde kennen und bauen – falls vorhanden – Schranken ab. Die Gesamtschule Gersheim ist gemeinsam mit ihrer benachbarten Partnerschule „Collège Nicolas Untersteller“ in Stiring-Wendel bereits seit 1997 dabei, eine Erfolgsgeschichte.
Vielleicht stößt im Herbst auch eine Gruppe aus Süditalien hinzu, die den bestehenden Comenius-Ring aus den drei Nationen Spanien-Frankreich-Deutschland ergänzen wird.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017