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Bündnis 90/Die Grünen: Diskussion um Bauland in Mandelbachtal

Die Diskussion um die Ausweisung und Erschließung von Bauland in der Gemeinde Mandelbachtal ebbt nicht ab. Vertreter aller im Gemeinderat vertretenen Fraktionen geben inzwischen

fast regelmäßig öffentlich die immer gleichen Statements ab. Fast entsteht der Eindruck, dass die Fraktionen von CDU, SPD und FWG sich gegenseitig überbieten wollen, wer mehr Bauland ausweisen will.

„Dass die befragten Ortsvorsteher aus den Reihen von CDU, SPD und FWG in der neulich veröffentlichten Befragung genau das getan haben, was wir in einer der letzten Veröffentlichungen prognostiziert und vorbeugend kritisiert haben, ist schon drollig – ändert aber nichts an der Situation, dass der Bedarf nicht belastbar erfasst ist“, so der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Mandelbachtaler Gemeinderat. Offensichtlich werde hier versucht einen in der Psychologie bekannten illusory truth effect zu erzielen; d.h. durch permanente Wiederholung der Aussage, dass der Bedarf bestünde, den Eindruck von Fakten entstehen zu lassen.

Das sei hart an der Grenze zur Volksverdummung, da in der ganzen Diskussion nur ein Austausch der immer gleichen Aussagen, Argumenten und Forderungen stattfindet, statt endlich den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln und damit eine Grundlage für das weitere Vorgehen zu schaffen. „Glücklicherweise gibt es genügend Mandelbachtaler Bürger*innen, die das durchschauen“, so Wannemacher weiter.

Die Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen im Gemeinderat stünden dem Ausschöpfen der Möglichkeiten und damit der Schaffung von Wohnraum durchaus positiv gegenüber. Auch die Ausweisung von Bauland, sei eine dieser Möglichkeiten. Allerdings erst wenn andere Möglichkeiten ausgeschöpft seien und der Bedarf belastbar erhoben sei. Aus diesen Gründen habe die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen jetzt aktiv eine Anfrage an die Verwaltung gestellt, die sowohl den aktuellen Stand der Baulücken und deren Status gemäß des beschlossenen Gemeindeentwicklungskonzept hinterfrage, als auch die Verwaltung auffordere als zentrale Anlaufstelle für Bauwillige bzw. Wohnraumsuchende zu dienen – insbesondere um belastbare Zahlen und die tatsächlichen Fakten als Argumentationsgrundlagen für diese unsäglich populistische Diskussion zu Tage zu fördern. „Bündnis 90/Die Grünen steht weiterhin für eine planvolle, nachhaltige Weiterentwicklung der Gemeinde, dazu müssen allerdings die Grundlagen geschaffen und die tatsächlichen Bedarfe ermittelt werden, statt blind die Zersiedlung der Orte voranzutreiben“, so Wannemacher abschließend.

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