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Bündnis 90/Die Grünen: Erneuerbare Energien in Mandelbachtal

Daniel Wannemacher: „Das Ziel muss lauten energieautarkes Mandelbachtal“! Bündnis 90/Die Grünen im Mandelbachtaler Gemeinderat begrüßen sämtliche Maßnahmen, die dazu führen, dass die Gemeinde

durch den Einsatz erneuerbarer Energien energieautark (hier zunächst stromautark) wird. Dass der Strom, der in der Gemeinde verbraucht wird, auch in der Gemeinde produziert wird, ist, durch den Einsatz erneuerbarer Energien, ein erreichbares Ziel.

Wichtig dabei ist, zu erkennen, dass die verschiedenen Arten der erneuerbaren Energieerzeugung keine Konkurrenten sein dürfen, sondern sich gegenseitig ergänzen müssen. Wenn also die Gemeinde Mandelbachtal durch geeignete Maßnahmen mittelfristig Stromüberschuss produzieren und damit regional auch stromhungrigere Nachbarkommunen bedienen kann, so ist das sicherlich ein erstrebenswertes Ziel. Der überfällige Wechsel von Verbrennungs- hin zu Elektroantrieben im Bereich des motorisierten Individualverkehrs wird den Stromverbrauch der Gemeinde sicherlich steigern und wird nur möglich werden, wenn dazu Strom aus erneuerbaren Energien eingesetzt wird. Dass wir aktuell in unserer Region keinen Strom produzieren, sondern insbesondere von den nächstgelegenen Kraftwerken profitieren, kann angesichts der bereits spürbaren Auswirkungen des Klimawandels kein Dauerzustand sein. Wir wünschen uns, den Anwohnern der Kraftwerke Bexbach, Römerbrücke oder Fenne einen Silberstreif am Horizont aufzeigen zu können, mit gutem Beispiel vorauszugehen und die Energiewende endlich einzuleiten.

Seit die Errichtungen von Windenergieanlagen privilegierte Vorhaben sind, hat der Gemeinderat Mandelbachtal versucht eine Konzentrationszone auszuweisen und kam 2015 selbst zu dem Schluss, dass die mögliche Fläche recht klein ist und damit sowohl unwirtschaftlich als auch möglicherweise als unzulässige, sogenannte „Verhinderungsplanung“ angesehen werden könnte und das Vorhaben aufgegeben. Keineswegs hat er sich damals gegen Windkraft positioniert oder die Fläche als ungeeignet eingestuft.

Wenn sich jetzt also ein Betreiber dafür interessiert mit moderner, effizienter Technik Windkraftanlagen an geeigneten Standorten zu errichten und die Idee der Gemeinde präsentiert, ist das genauso vernünftig, wie ein Installationsbetrieb, der anregt auf gemeindeeigenen Dächern Photovoltaikanlagen zu errichten.

Zur Verdeutlichung: Wir befürworten die Prüfung jeglicher Möglichkeiten. Es ist keinesfalls gesichert, dass diese auch umgesetzt werden. Dazu müssen die notwendigen Gutachten eingeholt, aufwändige Verfahren durchlaufen werden im Rahmen derer alle rechtlichen Vorschriften geprüft werden. Es ist nicht auszuschließen, dass sich im Rahmen derer noch Hinderungsgründe auftun. Allerdings liegen auf allen Seiten Erfahrungen aus anderen Projekten und neue technische Möglichkeiten vor, so dass wir zuversichtlich sind, dass die Vorhaben realisierbar werden. z.B. gibt es Steuerungen für Windkraftanlagen, die auf Vogelflug reagieren und die Windräder ggf. abschalten und aktuelle Ansätze, dass sich der Vogelschlag durch entsprechende Farbgebung deutlich reduziert.

Natürlich müssen im Rahmen der Verfahren sorgfältig Abwägungen zwischen unterschiedlichen Belangen getroffen werden. Der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Gemeinderat Mandelbachtal Daniel Wannemacher dazu: „Fragen wir mal den oft genannten Rotmilan, ob er lieber auf Windräder achtet, die sich abschalten, oder lieber seinen Lebensraum komplett durch den Klimawandel verliert?“

Unser Wald ist in einem desolaten Zustand was zum größten Teil auf den bereits vorliegenden Klimawandel zurückzuführen ist (Trockenheit und günstige Bedingungen für Schädlinge -z.B. Borkenkäfer) – und muss, nach den jüngsten Aussagen unseres Forstes, umgestaltet werden. Welch‘ günstigeren Zeitpunkt, als jetzt, gibt es, Windkraftanlagen zu bauen und die nur zum Aufbau und zur Anlieferung von Windkraftanlagen benötigte Fläche nach aktuellen Erkenntnissen in Abstimmung mit den Zuständigen wieder nachhaltig aufzuforsten?

Die Auswirkungen der Klimakrise sind – auch bei uns – deutlich spürbar. Wir müssen endlich handeln! Daher fordern wir die Gemeindeverwaltung auf, sich weiter mit der Thematik zu beschäftigen und die nächsten Schritte zu veranlassen, diese Verfahren einzuleiten.

Zum Thema Infraschall und Abständen empfehlen wir die Lektüre der Informationen von bayceer der Universität Bayreuth.
https://www.bayceer.uni-bayreuth.de/infraschall/de/windenergi/gru/html.php?id_obj=155783

Daniel Wannemacher

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