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CDU-Stadtratsfraktion zur Situation Kita

Krippen- und Kitaplätze werden in St. Ingbert händeringend gesucht, die Dringlichkeit erfuhr die CDU-Fraktion von vielen Eltern und Kitaleiterinnen, auch in der Zukufntswerkstatt Bildung und Betreuung.

Mütter klagen, dass sie gerne ins Berufsleben zurückkehren möchten, aber man könne nirgends einen Kita- oder Krippenplatz zu einem bestimmten Termin oder überhaupt zusagen. Deshalb hat die CDU im jüngsten Ausschuss für Bildung, Kultur und Soziales nachgefragt, wann die zahlreichen Baumaßnahmen im Krippen- und Kitabereich beendet sind und Plätze zur Verfügung stünden. Die Auskunft der Stadt brachte das Ergebnis, dass es noch lange dauert, zu lange, bis neue Plätze zur Verfügung stehen. Im Ausschuss wurde von allen Fraktionen die Notwendigkeit gesehen, auch zwischendurch weitere Plätze vorübergehend vorzuhalten.

Woran liegt das? Bislang waren für 35 Prozent aller Neugeborenen Krippenplätze ausgerechnet worden, inzwischen geht man von einer Prozentzahl von 50 aus, für Kitaplätze ist die Zahl noch weit höher. Die Folge ist, dass ein großer Bedarf entstanden ist, auch, weil wieder mehr Mütter ins Berufsleben einsteigen wollen als zuvor. So beginnt die meist erfolglose Suche, denn in St. Ingbert findet man seit langem keine Plätze mehr.

Verständlich ist, dass sich Eltern bei mehreren Tagesstätten anmelden, um eine noch so geringe Chance zu haben, einen Platz für den Nachwuchs zu erhalten. Das Dilemma: Man weiß zwar genau, wie viel Plätze belegt sind, aber nicht, wie viel noch gesucht werden, weil es keine verbindliche Anmeldeformalitäten gibt. Diese Situation herrscht schon seit Jahren; deshalb schlägt Bürgermeisterin Nadine Müller vor, „dass man erstens seine Anmeldung verbindlich tätigt und zweitens verpflichtend angibt, wo man sich noch angemeldet hat. Das betrifft sowohl die freien Träger als auch die städtischen Einrichtungen. Diese Verbindlichkeit könnte auch Vorbild sein für FGTS-Anmeldungen.“

Dann sollte Verwaltung die Daten sammeln und auswerten, damit der Datenschutz gewährleistet ist, dann erkennt man, wie viel Plätze wirklich gesucht werden. „Und man würde bei Anfragen in der entsprechenden Kita verbindlich sagen können, wann ein Kind einen Krippen- oder Kitaplatz bekommen kann“, so CDU-Sprecherin Bildung und Kultur, Christa Strobel. „Das hilft den Eltern enorm bei der Planung. Denn in vielen Familien sind beide Elternteile darauf angewiesen, zu arbeiten.“

Zum nächsten Ausschuss für Kultur, Bildung und Soziales sollen die freien Träger in den Ausschuss eingeladen werden, um mit ihnen den CDU-Vorschlag zu besprechen. Auch über einen Kitafinder, den Ulli Meyer, Ortsvorsteher von St. Ingbert-Mitte, vorgeschlagen hat, soll nachgedacht werden, um die prekäre Situation zu entschärfen.

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