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Coole Ferientage mit „KUSS“

Gemeinsame Ferienbetreuung für Mitarbeiterkinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren

Für Kinder ist in Bezug auf die Ferien eines besonders wichtig: Sie dürfen nicht langweilig sein. Für Eltern tut sich eine ganz andere Überlegung auf, insbesondere bei Alleinerziehenden oder wenn beide Elternteile berufstätig sind und nicht die komplette Ferienzeit abdecken können: In wessen Obhut können wir unser Kind geben?

Der Saarpfalz-Kreis (K), das Universitätsklinikum des Saarlandes (U), die Stadt Homburg (S) sowie die Stadtwerke Homburg (S) haben es sich in diesem Jahr erstmals zur Aufgabe gemacht, eine Antwort auf diese Frage zu geben. Unter dem Namen „KUSS“ haben die vier Homburger Verwaltungen und Unternehmen eine gemeinsame, einwöchige Ferienbetreuung für Mitarbeiterkinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren angeboten. Und diese „coolen“ Ferientage zum Abschluss der Sommerferien sind auch alles andere als langweilig gewesen.
Gemeinsam frühstücken und zu Mittag essen, spielen, entdecken und lernen: So gestaltete sich die Freizeit vielseitig jeweils von 7.30 bis 17 Uhr, täglich mit viel Herzlichkeit und Engagement begleitet von drei Studentinnen (Studienbereich Sozialwesen), die eine duale Ausbildung beim Saarpfalz-Kreis absolvieren und einer externen Betreuerin (akquiriert durch den Bereich Kreisjugendpflege).

Den ersten Tag organisierte die Stadt Homburg am 30. Juli mit einem Abenteuererlebnis im Römermuseum Schwarzenacker. Dort tauchten die Kinder mit viel Freude und in Gewandung in das Leben der Römer ein, sahen sich die Ausgrabungen an, spielten und bereiteten am Mittag sogar ein römisches Cena-Mahl zu, das sie auftischten und gemeinsam verspeisten.
„Ein gelungener Auftakt an dieser Stätte, wo die Kinder spielerisch Kultur und Geschichte erfahren können“, fand Landrat Dr. Theophil Gallo, der mit weiteren Vertretern und Verantwortlichen von Stadt, Uniklinik und Stadtwerken zur Präsentation des Gemeinschaftsprojektes an diesem Tag ebenfalls im Römermuseum zusammenkam. „Der Saarpfalz-Kreis wurde im Februar 2017 von der Servicestelle ‚Arbeit und Leben im Saarland‘ als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet. Diese Auszeichnung ist kein Selbstläufer und mit dieser betrieblich unterstützten Ferienbetreuung möchten wir in einem weiteren Schritt den Anforderungen gerecht werden“, betonte er und plädierte für eine kontinuierliche Fortsetzung des Programms.
Auch Homburgs Beigeordnete Christine Becker, die Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind vertrat, wünschte sich, das Projekt in den kommenden Jahren ausweiten zu können: „Die Stadt Homburg ist als familienfreundliche Kommune ausgezeichnet und wir sind seit langem auch Mitglied im Programm „audit berufundfamilie“, welches die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben fördert. Das Programm „KUSS“ ist ein weiteres, wirklich positives Beispiel, was möglich ist, wenn sich mehrere Unternehmen zusammentun. Die Kinder lernen in dieser Woche etwas über unsere Stadt und die Eltern wissen, dass ihre Kinder gut aufgehoben sind. Wir hoffen, dass wir noch mehr Betriebe mit ins Boot bekommen.“

Am zweiten und dritten Tag öffnete das Universitätsklinikum den Kindern seine Pforten und gewährte wahrlich spannende Einblicke in die Arbeit von Ärzten und Pflegekräften. „Knochen gebrochen, was nun?“, hieß es da und die Kinder hatten die Möglichkeit, unter fachkundiger Anleitung selbst Gipsverbände anzulegen. Eine Phantasiereise, bei der die Kinder lernten, ihre Sinnesorgane zu schärfen, die Besichtigung des Notfall- und Simulatorzentrums sowie eines Rettungswagens erlebten die Kinder mit viel Spaß und beflügelten sie zu immer mehr Fragen.
Prof. Dr. Michael Zemlin, Leiter der Universitäts-Kinderklinik, beglückwünschte die Organisatoren zu dieser Initiative: „Es besteht ein großer Bedarf an Kinderbetreuung am Universitätsklinikum und das Programm ist von hoher Qualität. Diese Maßnahme ist vorbildlich und bringt den Kindern den Arbeitsplatz ihrer Eltern näher.“

Beim Tag der Stadtwerke Homburg, die die Kinder zu Beginn der Ferienbetreuung auch mit T-Shirts und Käppis ausstaffierte, bauten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 8000 Bauklötzen eine Kinderstadt. „Auch wir suchen immer wieder nach Ideen und Aktionen, mit denen wir unser familienfreundliches Unternehmen untermauern können. Daher passt dieses Betreuungsangebot sehr gut in unser Konzept. Als regionaler Trinkwasser-Versorger möchten wir auch schon die jüngeren Bürgerinnen und Bürger für den Umgang mit Wasser sensibilisieren. Daher haben wir das Thema auch in unser Programm aufgenommen“, informierte Dr. Frank Burau, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Homburg GmbH. Leider konnte die geplante Wasserwerkführung der Stadtwerke Homburg an diesem Tag nicht stattfinden. Dafür bauten die Kinder aus Bauklötzen eine Stadt oder übten sich an der Slackline oder am Kletterbaum.
„Es ist etwas Besonderes, wenn sich Unternehmen zusammenschließen, um ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Urlaubsplanung ein wenig den Stress zu nehmen. Nicht zuletzt ist es sicherlich sinnvoll, wenn die Kinder einmal sehen, wo Mama und Papa arbeiten“, sagte Ute Knerr, Projektleiterin Servicestelle „Arbeiten und Leben im Saarland“, die gemeinsam mit der Wirtschaftsförderin der Stadt Homburg, Dagmar Pfeiffer, das Projekt betriebliche Ferienbetreuung der öffentlichen Arbeitgeber in Homburg initiierte.

Der letzte Erlebnistag, organisiert von der Kreisverwaltung, stand ganz im Zeichen des Biosphärenreservates Bliesgau. Rund um das Vogelschutzgebiet „Biotop Beeden“ entdeckten die Kinder die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Nach einer Wanderung zum Kräuteracker eines Partnerbetriebes des Biosphärenreservates Bliesgau bereiteten die Kinder unter fachlicher Anleitung für ein letztes gemeinsames Mittagessen einen Quark mit heimischen Kräutern zu. Mit einem Grillfest, welches durch die Freiwillige Feuerwehr Homburg Mitte unterstützt wurde, endete für die Kleinen eine ereignisreiche Ferienwoche.

Die Verwaltungs- und Unternehmerchefs ließen es sich nicht nehmen, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für deren Engagement bei der Realisierung der Betreuung zu danken.

 

PM: Pressestelle SPK

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