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Das „2. Speed-Dating Kultur“ im Saarland

Am 7. November 2011 hat die Tourismus Zentrale Saarland GmbH (TZS) mit Unterstützung des Regionalverbands Saarbrücken das „2. Speed-Dating Kultur“ im Festsaal des Saarbrücker Schlosses organisiert.
Dabei ist der Ablauf derselbe wie bei Partnerbörsen. Jeder spricht mit jedem, und wenn der Gong erklingt, ist es Zeit zum Partnerwechsel. Im Fünf-Minutentakt trafen sich Kulturakteure mit Hoteliers und Ferienwohnungsbesitzern, um über die geplanten Kulturveranstaltungen 2012 zu sprechen, Zimmer- und Kartenkontingente zu vereinbaren oder einfach nur, um sich persönlich kennenzulernen.
Insgesamt 16 Kulturinstitutionen stellten sich und ihre Aktivitäten vor. Mit dieser Veranstaltung fördert die TZS den Austausch zwischen Kultureinrichtungen und Beherbergungsbetrieben und forciert weitere Synergien bei der touristischen Vermarktung von Kulturangeboten.
Die Kurzgespräche im Fünf-Minuten-Takt kamen gut an. „Es geht um eine erste Kontaktaufnahme und ein persönliches Kennenlernen“, zog Pascal Flach Bilanz für sein Hotel und Gästehaus Wadegotia in Wadgassen. Loredana Carbone, Mercure Hotel Saarbrücken Süd konnte im letzten Jahr nach dem ersten Speed-Dating sogar Buchungen für Künstler generieren; dieses Jahr hat sie für ihre Gäste wieder Neues entdeckt – zum Beispiel zum Thema Pilgern auf dem Jakobsweg.
Auch die Vertreter der Kultur äußerten sich positiv. Reiner Jung vom Historischen Museum Saar betonte, dass er gute Gespräche mit Hoteliers und Besitzern von Ferienwohnungen nicht nur aus Saarbrücken, sondern aus dem ganzen Land hatte: „Die Rad- und Wandergäste im ländlichen Raum fragen bei ihren Gastgebern nach Tipps und Empfehlungen für einen Ausflug in die Stadt. Der Austausch heute ist ein echter Mehrwert für alle.“
Die gemeinsame Industriekultur mit den lothringischen Nachbarn bietet auch Potential für grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Cathy Schoumacher, Musée La Mine Carreau-Wendel, zum ersten Mal beim Speed-Dating Kultur: „Wir sind auf der Suche nach Partnern. Deutsche Gäste sind stark an Industriekultur interessant, und wir wollen ihnen Lust machen, uns zu entdecken“. Das Bergbaumuseum direkt an der Grenze ist durchgängig dreisprachig und noch wenig bei den saarländischen Hoteliers bekannt, wie Pascal Flach selbst feststellte.
Als Win-Win-Situation bezeichnete Peter Lupp, Regionalverband Saarbrücken, das Speed-Dating-Kultur: „Im Vergleich zum ersten Mal waren die Gespräche noch dichter. So wurde das Museumsticket SaarMoselle mit seinen zahlreichen Ermäßigungen im Saarland, in der Westpfalz und im Département Moselle intensiv nachgefragt.“ Als Beispiele für gelungene Vernetzungsgespräche nannte er den Austausch mit dem Hotel Fährhaus, das am Jakobsweg liegt: „Hier werden wir dem Hotelier Bilder und sogar die historische Aufarbeitung seines Hauses zur Verfügung stellen. So erlebt der Gast die regionale Kultur und entdeckt dabei die Geschichte des Hotels.“
Weitere Informationen zum Kultur- und Städtetourismus im Saarland erhalten Sie bei der Tourismus Zentrale Saarland GmbH, Tel.: 0681/92720 0, www.kultur-saarland.de

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