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Dem Kreis vorbildliche Arbeit attestiert

Im Rahmen der Kampagne »Das Saarland lebt gesund!«  (DSLG) besuchte  Gesundheitsminister Andreas Storm den Saarpfalz-Kreis und informierte sich über die Projekte des Netzwerks Saarpfalz mit peb – ein Landkreis mach sich fit.

Dabei führte Eva Schwerdtfeger, Leiterin der Koordinierungsstelle Umwelt und Gesundheit beim Gesundeheitsamt des Kreises durch das tagesfüllende Programm.

Als Koordinatorin für DSLG im Saarpfalz-Kreis stellte sie zunächst das Netzwerks „Saarpfalz mit peb – ein Landkreis macht sich fit“  vor, das sich bereits seit 2010 mit der Übergewichtsprävention bei Kindern und Jugendlichen beschäftigt und seit 2013 bei der Kampagne DSLG dabei ist. Sie erklärte, dass in drei Arbeitsruppen die Angebote und Programme entwickelt werden, von denen beim Besuch des Ministers lediglich vier Projekte vorgestellt werden konnten. Der Minister lobte die Arbeit des Netzwerks und bedankte sich für das vorbildliche Engagement des Gesundheitsamtes bei DSLG.

Der Vormittag in der Kita Sonnenblume Hassel stand ganz im Zeichen der gesundheitsförderlichen Ernährung und Bewegung bei Kindern: Zunächst besichtigten die Gäste den Wanderweg „3000 Schritte in der Kita extra“ . Bei der Aktion werden Wanderwege im Umfeld einer Kita mit ca. 3000 Schritten gekennzeichnet. Eine Markierung mit DSLG-Männchen und dem Schriftzug „peb“ zeigen den Weg. Die Kinder erhalten Laufkarten und Schrittzähler. Die Wege sollen so oft wie möglich begangen werden. Hat ein Kind den Parcours zehnmal absolviert, so erhält es eine Urkunde, die von einem Paten überreicht wird. Die Aktion „3000 Schritte in der Kita extra“ gibt es auf Initiative der AG Bewegung derzeit an fünf Kitas im Saarpfalz-Kreis. Gesundheitsminister Andreas Storm war begeistert: „Ein Projekt für Kinder aber auch Erwachsene mit Vorbildcharakter, dass von jeder Kita mit einfachen Mitteln umgesetzt werden kann. Ganz im Sinne unseres Netzwerkgedankens von Das Saarland lebt gesund!“.

Danach stellt Karin Heid-Schuck vom Gesundheitsamt  den Peb- & Pebber-Führerschein vor, der als Ergänzung zur 3000-Schritte-Aktion in der AG Ernährung des Netzwerks „Saarpfalz mit peb“ konzipiert wurde. Dabei lernen die Vorschulkinder in kindgerechter Form die aid-Ernährungspyramide kennen. An zwei Vormittagen haben die Kita-Kinder in Hassel die Themen Körper- und Lebensmittelhygiene, Schneidetechniken, Zubereitung von Mahlzeiten, Tischsitten, gemeinsames Essen, aufräumen und Vertiefung mit Arbeitsheften mit Farben, Bildern und einem selbst entwickelten Spiel behandelt. Zwischen den einzelnen Themenblöcken gibt es natürlich auch Bewegungspausen und Entspannungsübungen mit Musik. Die Kinder waren mit Feuereifer bei der Sache und servierten den zahlreichen Gästen stolz  selbst zubereitete Brotgesichter und Nudelsalat.

 

„Gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung sind wichtige Bausteine für ein gesundes Aufwachsen unserer Kinder im Saarland“, sagte Minister Storm. “Ich würde mir wünschen, dass jede Kita im Saarland ähnliche Projekte durchführt“. Am Ende überreichte er den Kindern ihren Peb- & Pebber-Führerschein.

Am Nachmittag ging es ins CJD Homburg  Dort stellte Eva Schwerdtfeger zunächst den Ernährungskurs für Migrantinnen vor. Jeweils an einem Vormittag werden Kompetenzen im Bereich Ernährung und Bewegung anhand von aid-Ernährungspyramide und Getränkeschulungen vermittelt. Dies geschieht auch im Rahmen der Sprachkurse des Internationalen Bundes und von Veranstaltungen des Homburger Frauenbüros. Die Idee wurde in  der AG Gesundheitschancen des Netzwerks geboren und von Eva Schwerdtfeger und Anne Liesenjohann weiterentwickelt. Bisher wurden bereits 150 bis 200 Teilnehmer und Teilnehmerinnen erreicht. Die Migranten sind sehr interessiert und setzten das Gelernte  im Alltag um. Viele schränken seitdem ihren Konsum von süßen Getränken ein und essen mehr Obst und Gemüse. Sie stehen Fertiggerichten kritisch gegenüber  und schauen auf die Informationen auf den Verpackungen. Dies wurde auch von einer der anwesenden Teilnehmerinnen nachdrücklich bestätigt.

Schon zum dritten Mal veranstaltet das Netzwerk “Saarpfalz mit peb” einen einwöchigen Fahrradfahrkurs für Migrantinnen. Ines Wahle und Yvonne Apitz-Bimboes vom Projekt Kibiss beim Jugendamt erläuterten das Konzept, das in Zusammenarbeit  mit der Sportpädagogin Regina Raskopp vom CJD erarbeitet wurde. In einem Vorbereitungskurs von zehn mal zwei Stunden am Vormittag werden verschiedene Übungen zu den wichtigen Bewegungsabläufen zum Radfahren durchgeführt. Im daran anschließenden Fahrradkurs, ebenfalls 20 Stunden am Vormittag werden die Frauen im Umgang mit dem Fahrrad geschult und lernen das Radfahren. Gesundheitsminister Storm zeigt sich von dem Projekt beeindruckt: „Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, dass man Integrationsarbeit mit Gesundheitsvorsorge verbinden kann. Die Migrantinnen lernen Fahrradfahren, sind mobil, erweitern damit ihren Lebensradius und machen gleichzeitig etwas für ihre Gesundheit“. Als Abschluss des Kurses üben die Frauen die Verkehrsregeln auf dem Verkehrsübungsplatz. Ihre erlernten Fähigkeiten haben die Teilnehmerinnen vor Ort auch dem Minister vorgeführt.

Zum Abschluss  des Tages bedankte sich der Minister für die beeindruckende Vorstellung bei allen Beteiligten, die mit viel Praxisbeispielen aus den verschiedenen Bereichen und Zielgruppen sehr abwechslungsreich war. „Der Saarpfalz-Kreis ist auf diesem Gebiet vorbildlich „!

Titelbild:
Gesundheitsminister Andreas Storm informierte sich unter anderem bei seiner Tour durch die Saarpfalz über gesunde Ernährung.

 

PM: Udo Steigner, Saarpfalz-Kreis

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