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Deutsches Herrendoppel belegt zum Abschied Platz zwei

Es war ein Erfolg in der Niederlage. Obwohl das Endspiel der Bitburger Badminton Open für sie verloren ging, genossen Michael Fuchs und Johannes Schöttler ihren letzten Auftritt auf internationaler Bühne.

Am Finaltag des mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turniers unterlagen die Altmeister gegen eine Paarung aus Malaysia. Neben den Deutschen erfreuten sich die Zuschauer in der Saarbrücker Saarlandhalle vor allem an den aufstrebenden Jungstars aus China. Die Badmintongroßmacht konnte bei der 29. Auflage des Traditionsturniers in vier von fünf Disziplinen den Titel gewinnen. Zweifachen Grund zur Freude hatte dabei Chen Qingchen. Die 19-jährige Chinesin stand als einzige Spielerin in zwei Disziplinen in der Schlussrunde und triumphierte hier sowohl im Damendoppel als auch im Mixed. Das englische Duo Chris und Gabrielle Adcock konnte auch bei seiner dritten Finalteilnahme bei den Bitburger Open nicht gewinnen.

Chinesen dominieren das Finale der Bitburger Badminton Open

Ein letztes Mal genossen Michael Fuchs und Johannes Schöttler den Applaus des Publikums in der Saarlandhalle. Nach ihrem abschließenden Auftritt bei den Bitburger Open erhob sich das Publikum noch einmal von den Sitzen, um die Badminton-Grandseigneurs gebührend zu verabschieden. „Als die Zuschauer uns nach dem Spiel so lange gefeiert haben, war das für mich ein extrem emotionaler Moment. Da habe ich realisiert: Jetzt ist es wirklich vorbei!“, beschrieb Michael Fuchs seine Gefühle. Gegen Yew Sin Ong und Ee Yi Teo aus Malaysia mussten sich die Deutschen mit 16:21 und 18:21 geschlagen geben. „Die Malaysier haben heute cleverer gespielt als wir. Wir hatten heute eigentlich nie die Kontrolle über das Spiel. Nach der langen Woche hat vielleicht auch die nötige Frische gefehlt, aber sie haben verdient gewonnen“, fasste Johannes Schöttler seine letzte Partie auf internationaler Bühne zusammen. Nach über einem Jahrzehnt als Leistungssportler beginnt für die Spieler des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim nun ein neuer Lebensabschnitt. Beide werden dem Badmintonsport erhalten bleiben, wenn auch abseits der grünen Matten. Fuchs belegt seit dem 1. Oktober das Amt des Sportdirektors beim Schweizer Badminton-Verband. Schöttler wird künftig als deutscher Nationaltrainer am Olympiastützpunkt in Saarbrücken arbeiten.

Im Damendoppel lieferten Chen Qingchen und Jia Yifan aus China heute eine Galavorstellung gegen Jongkolphan Kititharakul und Rawinda Prajongjai ab. Die an Weltranglistenplatz 16 geführten Thailänderinnen konnten den Chinesinnen nicht viel entgegensetzen und unterlagen nach gerade einmal 34 Minuten mit 12:21 und 19:21. Für Qingchen und Yifan war es bereits der zweite Turniersieg in 14 Tagen, denn schon bei den French Open in Paris holten sich die beiden 19-Jährigen am vergangenen Sonntag den Titel. Mit dem heutigen Erfolg geht es für die jungen Wilden in der Weltrangliste weiter aufwärts. Aktuell stehen sie auf Platz 13.

Auch im Dameneinzel setzte sich eine junge Spielerin aus China die Krone auf. Die 19-jährige He Bingjiao stieg am Mittwoch als Nummer eins der Setzliste in das Turnier ein und bestätigte ihre starke Form der vergangenen Wochen. Nach ihrem Triumph bei den French Open vor einer Woche war die Nummer zehn der Weltrangliste auch in Saarbrücken nicht zu stoppen und schnappte sich die 9.000 Euro Preisgeld für den Sieg im Dameneinzel. In zwei Sätzen verwies sie Nitchaon Jindapol aus Thailand mit 21:11 und 21:18 auf den zweiten Platz.

In einem spannenden Duell verbuchte der Chinese Shi Yuqi heute im Herreneinzel den dritten Erfolg für sein Land. Der 20-Jährige setzte sich heute mit 21:19 und 22:20 gegen Sourabh Varma durch. Der Inder hatte auf seinem Weg in den heutigen Schlussakt des Turniers unter anderem den Deutschen Marc Zwiebler und den Dänen Anders Antonsen aus dem Turnier befördert. Auch heute hatte Varma den Sieg schon vor Augen. Im ersten Durchgang lag er schon mit 18:16 in Führung, im zweiten Satz hatte er bei 20:19 sogar einen Satzball. Doch in diesen entscheidenden Situationen bewies der Chinese Yuqi die stärkeren Nerven und sicherte sich den Titel bei den Bitburger Open. Auf einen solchen müssen Chris und Gabrielle Adcock weiterhin warten. Seit vier Jahren steht das englische Ehepaar regelmäßig in der Runde der letzten Vier. In ihrem dritten Endspiel in der Saarlandhalle mussten die an Weltranglistenplatz zehn geführten Engländer heute den Chinesen Zheng Siwei und Chen Qingchen den Vortritt lassen. Mit 21:16 und 23:21 setzten die 19-jährigen Asiaten ihre Erfolgsserie fort. Denn seit Juni dieses Jahres standen die Weltranglistenfünften bei jedem Superseries-Turnier in der Schlussrunde. „Ich kann mir diesen Endspiel-Fluch hier auch nicht erklären. Unsere heutigen Gegner sind zurzeit einfach super in Form. Sie haben besser gespielt als wir – so einfach ist das“, musste Chris Adcock nach dem Spiel anerkennen. Dennoch kommt das Paar immer wieder gerne zum Traditionsturnier nach Saarbrücken. „Das Turnier ist immer gut organisiert und auch die Zuschauer unterstützen uns hier super“, erklärte Gabrielle Adcock.

 

PM: P. Blum

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