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Deutsches Mixed und Herreneinzel im Halbfinale der Bitburger Badminton Open

Endspurt beim Grand-Prix Gold Turnier in Saarbrücken. Bei den 26. Bitburger Badminton Open geht es so langsam auf die Zielgerade. Bei dem mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier standen heute die Viertelfinal-Begegnungen auf dem Programm. Dabei gab es sieben Mal die Möglichkeit, dass Spieler des Deutsche Badminton Verbandes (DBV) sich für die nächste Runde qualifizieren.

Am Ende des Tages stand fest: Morgen ab 14 Uhr sehen die Zuschauer in der Saarbrücker Saarlandhalle zwei Partien mit deutscher Beteiligung. In die Runde der letzten Vier schafften es Marc Zwiebler im Herreneinzel sowie Michael Fuchs und Birgit Michels im Mixed. Besonnen und überlegen dreht der amtierende Europameister seine Runden. Noch hat der an Position eins gesetzte Marc Zwiebler im Turnierverlauf keinen Satz abgegeben. Und auch heute folgte ein souveräner Auftritt gegen den Dänen Emil Holst – mit 21:15 und 21:17 gewann der Weltranglisten-13. seine Partie. Doch der Spieler vom 1. BC Bonn-Beuel war trotz seiner makellosen Bilanz nicht rundum zufrieden: „Im Moment arbeite ich Badminton mehr wie ich es spiele. Mir fehlt so der letzte Pfiff. Ich vermisse das Besondere, so ein Überraschungsmoment in meinem Spiel. Das liegt zum einen daran, dass ich nach den zuletzt anstrengenden Wochen merke, wie so langsam mein Akku leer wird. Zum anderen hatte ich bis jetzt nur Gegner, die sehr defensiv agierten“, erzählte der 29-Jährige.

Auf dem Weg ins Finale muss Zwiebler morgen Suppanyu Avihingsanon aus Thailand auf die Heimreise schicken. „Ich habe bis dato einmal gegen ihn gespielt, das ist aber lange her. Damals habe ich gewonnen. Aber er wird morgen sehr abwartet agieren. Das wird ein hartes Stück Arbeit“, meint der Vorjahresfinalist. Am Sonntag könnte es für ihn zu einer Revanche kommen. Der Sieger aus dem vergangenen Jahr steht ebenfalls wieder im Halbfinale. Tien Chen Chou aus Taiwan muss hier gegen gegen Kwong Beng Chan aus Malaysia antreten. Auch Michael Fuchs vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim und Birgit Michels vom 1. BC Bonn-Beuel haben im Mixed-Wettbewerb den Sprung in die Runde der letzten Vier geschafft. Die an Position eins gesetzten Deutschen legten dabei gegen Jacco Arends und Selena Piek einen Stotterstart par excellence hin. Die Niederländer holten sich den ersten Satz mit 21:16. Auch im zweiten führten sie mit 10:6, ehe der Motor der Weltranglisten-17. so langsam ins Rollen geriet – am Ende gewannen die Deutschen ihn mit 21:18. Im dritten Satz lief es dann geschmeidiger. Mit einer zwischenzeitlichen Führung von 14:6 ging er mit 21:19 an das DBV-Doppel. „Wir kamen heute ganz schlecht in das Spiel rein. Da war viel zu wenig Beinarbeit. Erst so Mitte des zweiten Satzes kam dann das gute Gefühl zurück. Wir müssen uns morgen auf jeden Fall steigern, wenn wir weiter im Turnier bleiben wollen“, sagte Birgit Michels. Im Halbfinale warten nun die auf Rang vier gesetzten Engländer Chris Langridge und Heather Olver. Ausgeschieden ist derweil das zweite im Achtelfinale vertretene Mixed aus Deutschland: Peter Käsbauer und Isabel Herttrich. Das Duo vom PTSV Rosenheim musste sich mit 18:21 und 21:23 gegen Maneepong Jongjit und Sapsiree Taerattanachai geschlagen geben. Die Thailänder treten nun gegen die an Position zwei gesetzten Chris Adcock und Gabrielle White an. Die beiden Engländer sind nicht nur auf dem Court ein Paar, am 20. September diesen Jahres schlossen sie auch vor dem Traualtar den Bund fürs Leben sie. In der Herrendoppel-Disziplin hatten die Deutschen noch zwei heiße Eisen im Feuer. Das neu gebildete Duo Michael Fuchs und Johannes Schöttler musste sich heute mit Mads Conrad- Petersen und Mads Pieler Kolding auseinandersetzten. Die beiden Dänen haben zwar keinen Setzplatz, sind aber auch ein Gespann, das neu zusammengestellt wurde und zuvor sehr erfolgreich in anderen Konstellationen agierte. Kein Wunder, dass sie für die Heimreise der an Position eins gesetzten Maneepong Jongjit und Nipitphon Puangpuapech verantwortlich waren – und die Thailänder stehen immerhin in der Welt auf Rang 13. In einem dramatisch faszinierenden Match hatten die an Position sieben gesetzten Spieler vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim das Nachsehen. Sie unterlagen mit 21:19, 15:21 und 19:21. „Ich bin jetzt natürlich todesenttäuscht. Wir haben nämlich eigentlich ein gutes Spiel abgeliefert. Nach hintern heraus hat dann minimal etwas gefehlt“, sagte Schöttler. Dieser Einschätzung stimmte der Chef-Bundestrainer des DBV zu: „Das war ein bitteres Ende, denn die Jungs haben eine Weltklasse-Leistung abgeliefert. Vor allem wenn man bedenkt, dass sie erst kurz zusammen spielen. Man hat gesehen: Da steckt viel Qualität drin, es fehlen nur noch Kleinigkeiten in der Abstimmung“, meinte Holger Hasse. Die beiden Dänen stehen nun Jacco Arends und Jelle Maas aus den Niederlanden gegenüber. Ausgeschieden sind auch Peter Käsbauer vom PTSV Rosenheim und Josche Zurwonne vom SC Union Lüdinghausen. Sie unterlagen Baptiste Careme und Ronan Labar mit 16:21, 15:21. Die Franzosen treffen nun auf die Dänen Anders Skaarup Rasmussen und Kim Astrup Sorensen. Im Damendoppel kämpften zwei deutsche Paarungen um den Einzug ins Halbfinale – leider schafften es keine der beiden. Birgit Michels und Johanna Goliszewski vom 1. BV Mülheim gingen als topgesetztes Paar ins Turnier. Doch ihrer Favoritenrolle wurden sie nicht gerecht. Die Deutschen mussten sich Eefje Muskens und Selena Piek mit 18:21 und 17:21 geschlagen geben. Die Niederländerinnen treffen nun auf Lauren Smith und Gabrielle White aus England. Auch für Isabel Herttrich vom PTSV Rosenheim und Carla Nelte vom TV Refrath war heute Endstation, wobei das Erreichen des Viertelfinals schon ein großer Erfolg ist. Und das DBVDoppel verkaufte sich gegen die an Position zwei gesetzten Engländerinnen Heather Olver und Kate Robertshaw teuer. Am Ende mussten sie sich aber mit 13:21, 21:17 und 15:21 geschlagen geben. Das Doppel aus England duelliert sich nun mit Hui Ern Ng und Hui Lin Ng aus Malaysia. Im Dameneinzel schied gestern Karin Schnaase als einzig beim Turnier gemeldete Deutsche aus. Das Habfinale bestreitet nun die an Position eins gesetzte Nichaon Jindapon aus Thailand, die gegen die Russin Natalia Perminova antreten muss. Des Weiteren spielt Linda Zetchiri aus Bulgarien gegen die Schottin Kirsty Gilmour. „Auch wenn die Quote nicht ganz stimmt, sehe ich den heutigen Tag schon positiv. Wir haben heute viele gute Leistungen gesehen und viele Spiele waren ganz eng. Morgen besteht in beiden Spielen eine 50 zu 50 Chance aufs Weiterkommen. Und natürlich hoffen wir und versuchen alles, dass wir beide durchbringen“, lautete das Fazit des deutschen Chef- Bundestrainers am Ende des Tages.

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