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Die Welt des Graffiti am Mannlich-Gymnasium

Im Rahmen des EU-Programms COMENIUS-Regio beteiligten sich Schülerinnen und Schüler des Homburger Mannlich-Gymnasiums und der Willi-Graf-Schule aus St. Ingbert an einem Plakatwettbewerb.

Es galt, ein Werbeplakat für die eigene Schule zu entwerfen. Die gleiche Aufgabenstellung hatten Schülerinnen und Schüler an einem Liceum und einer berufsbildenden Schule im polnischen Landkreis Przemyśl, dem Partnerlandkreis des Saarpfalz-Kreises.

Verschiedene Arten der Plakatgestaltung, Werbebotschaften in Text-, Farb- und Bildformen waren im vorbereitenden Unterricht von Uta Linke, Karin Maaß und Susanne Speicher, Kunstlehrerinnen am Christian von Mannlich-Gymnasium Homburg, behandelt worden. Von den Preisträgern der am Wettbewerb teilnehmenden Klassen und Kursen trafen sich jüngst noch einmal 24 kunstinteressierte Schüler und Schülerinnen in ihrer Freizeit, um mehr über die Grundlagen der Graffiti-Kunst zu erfahren.

Ihren Anfang nahm diese Kunstform in den 60er-Jahren, als in New York Häuserzeilen und Straßenwände besprüht wurden. Von da ging es immer weiter nicht nur in die Metropolen wie Paris und London. Graffiti ist längt auch in unserem Straßenbild angekommen. Verschiedene Graffiti-Generationen prägten diese Entwicklung und sind auch schon mal ein Ausdruck politischer Weltanschauungen. Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte widmet sich im Zweijahresrhythmus in der Ausstellung „Urban Art Graffiti 21“ dem Thema.

Doch auf dem Schulhof an der Talstraße war nicht nur Theorie  angesagt. Umrahmt von 126 Spraydosen mit den verschiedensten Farbtönen zeigte Jerôme Klingbeil aus Waldmohr verschiedene Spraytechniken und Stile. Klingbeil hatte bereits Workshops über das städtische Kinder- und Jugendbüro geleitet und die Grafitti-Wand am Homburger Waldstadion mitgestaltet. Unterstützt von den beiden Künstlerinnen Maaß und Speicher machten sich die mit Schutzmasken ausgerüsteten Jugendlichen an ihre eigenen „Wände“, eigens vorbereitete Spanplatten auf Staffeleien. Dr. Violetta Frys, Koordinatorin des COMENIUS-Regio-Projektes beim Saarpfalz-Kreis, freute sich über das Engagement. „In Polen enthielten die Plakate mehr Textanteile. Es war eine andere Herangehensweise. Diese Plakate werden bald auch im Saarpfalz-Kreis zu sehen sein“, sagte die Ansprechpartnerin für Bürgerbegegnungen auf EU-Ebene in der Kreisverwaltung.

Bei einem fairen-regionalen Imbiss wurden Zukunftspläne geschmiedet. Da erste Erfahrungen gesammelt und technische Grundlagen erarbeitet wurden, möchte sich die Schülergruppe mit den beiden Kunstlehrinnen an größere Dimensionen wagen: Da wartet die Wand der alten Turnhalle auf dem Schulgelände, deren Graffiti in den 80er Jahren entstand, auf ein „Refresh“.

Weitere Information zur Kreispartnerschaft mit Polen, zu deutsch-polnischen Veranstaltungen und zum COMENIUS-Regio-Projekt: Dr. Violetta Frys, Saarpfalz-Kreis, Tel.-Nr. 06841/104-8273 oder violetta.frys@saarpfalz-kreis.de

Titelbild:
In Aktion: Schülerinnen an ihren Graffiti-Arbeiten in der Pausenhalle des Christian von Mannlich Gymnasiums.

 

PM: Udo Steigner, Saarpfalz-Kreis

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