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Doppelt profitieren bei der Putz-Sanierung – Bei Schönheitsreparaturen gleich ans Energiesparen denken

Im Frühling, wenn draußen die Natur erwacht und drinnen der Frühjahrsputz ansteht, möchten viele Hausbesitzer auch etwas für das Äußere ihres Heims tun. Eine beliebte Verschönerungsmaßnahme ist ein neuer Anstrich, für den viele bereitwillig viel Geld ausgeben. In den meisten Fällen lohnt es sich dabei zu überlegen, welche anstehenden Sanierungsmaßnahmen eventuell gleich mit erledigt werden können.

„Die Kosten für Putzausbesserung und Gerüst sind bei einem neuen Anstrich oft erheblich. Da ist es sinnvoll, gleich auch über eine Wärmedämmung der Fassade nachzudenken“, erklärt Reinhard Schneeweiß, Architekt und Energieberater der Verbraucherzentrale des Saarlandes. Eine solche Dämmung der Fassade koste zwar zusätzlich Geld, könne aber die Heizkosten spürbar senken. Daher machten sich die momentanen Mehraufwendungen in einigen Jahren selbst bezahlt. In manchen Fällen ist die Maßnahme sogar gesetzlich vorgeschrieben: Muss auf über 10 Prozent der Fassadenfläche der Putz erneuert werden, ist eine Wärmedämmung des Hauses verpflichtend. Dabei müssen die Mindestanforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) eingehalten werden. Das bedeutet, dass zumeist eine Dämmstärke von etwa12 cm aufzubringen ist.

Allerdings lohnt es sich laut Schneeweiß häufig, gleich eine etwas dickere Dämmung in Betracht zu ziehen, denn die Förderprogramme des Bundes, die sanierungswillige Eigenheimbesitzer in Anspruch nehmen können, haben etwas höhere Anforderungen. Je nach Qualität der Außenwand ist hierfür eine Dämmung von etwa 14 cm erforderlich. Eine dickere Dämmung ist zwar etwas teurer, jedoch werden die entstehenden Mehrkosten durch die Förderung häufig kompensiert. Der Hausbesitzer profitiert jedoch vom nochmals verringerten Wärmebedarf. „Es lohnt sich also, mehr als das gesetzliche Minimum zu tun“, empfiehlt Energieexperte Schneeweiß.

Wer die Beratung zu diesen und anderen Fragen der Energieeinsparung in Anspruch nehmen will, einen Termin vereinbaren in einer der 14 Energieberatungsstützpunkte im Saarland.

Die unabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

Energieberatungen in St, Ingbert finden jeden ersten und dritten Montag im Monat im Rathaus, Am Markt 12, Zimmer 203 statt. Anmeldung unter 06894 / 130 oder 0681 / 50089 – 15.

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