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Ein Feiertag für die Becker Buwe: Becker’s in Stubbi-Flaschen

Die Becker Bier Buwe in Rohrbach waren am Montagabend in Party- und Premierenlaune. Ihr Lieblingsgetränk gibt es erstmals in kleinen, zeitgemäßen Stubbi-Flaschen. Der St. Ingberter Traditionstrunk schmeckt daraus besonders authentisch.

Ohne große Worte hat Karlsberg die neuen Becker- Bier-Kästen in die Läden gestellt. Doch unter allen, die St. Ingberts Gerstensaft aus Überzeugung die Treue halten, hatte sich die Nachricht längst wie ein Lauffeuer verbreitet: Seit Montag gibt es Becker’s Pils in einer zeitgemäßen Stubbi- Flasche. Und schon am Abend stießen die Rohrbacher Becker Bier Buwe mit den „Drittelchen“ voller schäumender „Muttermilch“ (O-Ton Bier Buwe) an. Im Garten von Klub- Mitbegründer Heiko Stief stieg die zünftige Geburtstagsparty. Bei Knackern vom Schwenker, einem Feuerwerk und 20 zum Teil von der Karlsberg-Brauerei gespendeten Kisten Bier interessierten die nahe dem Gefrierpunkt liegenden Temperaturen höchstens am Rande. Viel wichtiger war den etwa 40 Partygästen, dass sie endlich ihr Becker’s in der kleinen Stubbi- Flasche genießen durften.
Seit März 2011 wurden die Rufe der Becker Bier Buwe nach kleinen Flaschen immer lauter – bis die Homburger Karlsberg-Brauerei nachgab. „Steter Tropfen höhlt den Stein“, beschrieb Karlsberg- Vertriebsdirektor Sven Schirmer die Zeit zwischen der Idee und dem von Karlsberg als „Comeback des Jahres“ bezeichneten Verkaufsstart. Die Homburger Einsicht ins Geschmacksleben der St. Ingberter Biertrinker wurde belohnt: Schirmer gilt den Bier Buwe als offizieller Taufpate des neuen Becker-Sprosses. Ob sich neue Kisten und Etiketten für 0,33- Liter-Flaschen lohnen, war monatelang offen. „Wir die Sache intern diskutiert und festgestellt, dass das Becker’s trotz geringem Werbeaufwand einen stabilen Absatz hat“, begründete Schirmer bierernst. Vor allem in den St. Ingberter Kneipen ist das Bier, das in diesem Jahr 135 Jahre alt wird, die klare Nummer eins. Selbst in einstigen Ur-Pils-Kneipen wie dem Lion’s Eck in Rohrbach, fließt inzwischen 95 Prozent Becker’s Pils durch die Zapfhähne. Gastwirt Sime, der demnächst das Vereinslokal des SV Rohrbach übernimmt, wird auch dort hauptsächlich Becker’s servieren – natürlich in der Stubbi- Flasche.
Für die wahren Fans des Becker Biers wie Heiko Stief und seine Freunde, stand die Traditionsmarke seit den Jugendjahren, nachdem der große Nachbar aus Homburg die Brauerei am Beckerturm 1998 geschluckt hatte, nie zur Debatte. Im Gegenteil, meint Stief: „Die Übernahme war ein Grund für unseren Einsatz zum Erhalt der St. Ingberter Biertradition.“ Mittlerweile sind die jungen Männer in die Jahre gekommen. Die Biertrink-Geschwindigkeit hat nachgelassen – die Menge nicht.
Deshalb pochten die Becker Bier Buwe auf kleinere Flaschen. „So bleibt das Bier länger kalt“, finden sie. Schon einmal gab es das Becker’s in kleinen Flaschen, Ende der 90er Jahre verschwanden sie aber wieder vom Markt. Die Freude über die Rückkehr in das Verkaufsangebot ist groß – die Freude über die Stubbi-Flasche ist noch größer. „Sie ist kleiner, handlicher und kippt nicht so schnell um“, erklärt Stief. Er und seine Klubkameraden sind überzeugt: Zwei Stubbi-Flaschen bieten doppelt so viel Genuss wie eine Halbliter-Flasche Becker Bier. Der 16. Januar, an dem die Becker’s-Pils-Stubbis das Licht der Bier-Welt erblickten, ist für die Bier Buwe fortan ein Feiertag, mit dem die Grill- Saison einläutet wird. Und für die ungezählten Sammler von allem, was an die Brauerei am Beckerturm und St. Ingbert als Bierstadt erinnert, gibt’s mit dem neue Leben fürs Becker Bier ein Geschenk: ein limitiertes Blechschild mit Becker- Bier-Emblem pro Stubbi-Kiste.

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