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Ein kleiner Appell an die Autofahrer

In der St. Ingberter City fand am Morgen des 10.11.2020 gegen 10:00 Uhr der Transport des traditionellen Weihnachtsbaumes von der Gustav-Clauss-Anlage in die Fußgängerzone statt. Der Transport wurde polizeilich begleitet;

kleinere Teilstrecken wie die Otto-Toussaint-Straße mussten kurzfristig für den fließenden Verkehr gesperrt werden.

Dabei war bei zahlreichen Autofahrern während der Verkehrsregelung und -sperrung erkennbar, dass eindeutige polizeiliche Zeichen und Weisungen gar nicht verstanden oder verstanden aber nicht befolgt wurden. Die Akzeptanz von quer zur Fahrbahn stehenden Funkstreifenwagen mit eingeschaltetem Blaulicht, aufgestelltem Sperrmaterial und zeichengebenden Polizeibeamten lässt dabei – nicht nur in St. Ingbert – mehr als zu wünschen übrig.

Da ähnliche Feststellungen durch die eingesetzten Polizeibeamten immer wieder bei Absperr-, Absicherungs- und Verkehrsregelungsmaßnahmen beobachtet werden können, möchten wir uns in einem nachdrücklichen Appell an alle Verkehrsteilnehmer wenden, um die Akzeptanz und das Verständnis für polizeiliche Sperrmaßnahmen und die daraus resultierenden Verkehrsvorgänge zu wecken, damit
die Verkehrssicherheit zu erhöhen, Schäden zu vermeiden, aber auch die Gesundheit aller aber insbesondere der eingesetzten Polizeibeamten zu erhalten:

Verehrte Autofahrer,

Ihr Führerschein berechtigt Sie dazu, Ihr Kraftfahrzeug im öffentlichen Verkehrsraum zu führen. Der Besuch der Fahrschule sollte Sie dazu befähigen, polizeiliche Verkehrsregelungs- und Sperrmaßnahmen wenigstens in den Grundzügen zu erkennen und zu befolgen.

  • Steht z.B. ein Streifenwagen mit eingeschaltetem Blaulicht quer zur Fahrbahn, so darf man diese Sperrung NICHT über die Gegenfahrbahn umfahren. Gleiches gilt natürlich auch für u.U. aufgestelltes Absperrmaterial.
  • Zeichen oder Weisungen von Polizeibeamten gehen der aufgestellten Beschilderung oder der Signalgebung einer Lichtzeichenanlage (Ampel) immer vor. Konkret: Wenn der Polizeibeamte Ihnen “Halt” gebietet, dürfen Sie auch bei einer grünen Lichtzeichenanlage nicht fahren. Im Umkehrschluss dürfen Sie bei Rotlicht aber auch nicht einfach stehen bleiben, wenn Sie der Polizeibeamte unmissverständlich zur Weiterfahrt auffordert.
  • Reagiert der vor Ihnen fahrende Autofahrer falsch, so berechtigt das Sie nicht dazu, sich dem Vorausfahrenden anzuschließen und ebenso falsch zu verhalten. Jeder hat sein Kraftfahrzeug eigenverantwortlich zu führen und kann sich grundsätzlich nicht immer und ungeprüft an den Verhaltensweise des Vorausfahrenden orientieren.
  • Fragestellungen wie “Herr Wachtmeister, ist hier gesperrt?” oder “Darf ich hier nicht durch?” erübrigen sich eigentlich und halten den vorbeifließenden Verkehr nur unnötig auf.
  • Sie können sich sicher sein, dass polizeiliche Sperrmaßnahmen IMMER einen gewichtigen Grund haben und nicht länger als zwingend notwendig aufrecht erhalten bleiben. Ob nach einem Unfallereignis, einem Schaden an der Fahrbahndecke, zur Sicherung eines Feuerwehreinsatzes oder eines Großraum- und Schwertransportes; sobald im Sinne der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs die gesperrte Stelle wieder gefahrlos passiert werden kann, werden die eingesetzten Polizeibeamten die Sperrung aufheben.
  • In Bezug auf die Verkehrsregelung durch Polizeibeamte haben sich in der Ausbildung der Fahrschüler u.a. folgende Merksätze etabliert: “Siehst du Brust oder Rücken, musst du auf die Bremse drücken. Siehst du die Hosennaht, hast du freie Fahrt.” Alternativ: “Siehst du den Schutzmann von der Seite, dann fahre oder schreite.”

In diesem Sinne: Fahren Sie sicher und bleiben Sie gesund!

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