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Ein Symbol enger Freundschaft

Für den Europäischen Kulturpark in Bliesbruck-Reinheim war es ein besonderer Tag: Studenten aus Nancy und Saarbrücken hatten sich an einem Wettbewerb beteiligt. Ziel war es, ein Pavillon auf der Grenze zu entwerfen, ein Gebäude, das für das grenzüberschreitende und eng verzahnte Archäologieprojekt zwischen Frankreich und Deutschland stehen soll.

Ausgehend von dieser Idee hatte der Saarpfalz-Kreis die beiden Hochschulen angesprochen, um mit ihren Architektur-Studenten einen anspruchsvollen Wettbewerb zu gestalten. Wie der Leiter des Kreisbauamtes Fritz Lehmann nun bei der Preisverleihung betonte, war die Aufgabenstellung für die Studenten die gleiche, die Herangehensweise aber eine komplett unterschiedliche: Während die französischen Studenten von organischen Formen ausgingen, um einen Pavillon zu planen, suchten die deutschen Kollegen den Weg über die Massivbauweise. Für alle maßgebend war die vier Kriterien Umsetzbarkeit, Nachhaltigkeit, Qualität der Architektur und Städtebauliche Integration des Entwurfes in die Umgebung.
Es entstanden 22 Entwürfe, gezeichnet und als Modelle, die von einer binationalen Fachjury bewertet wurden. Jede Hochschule bekam drei Platzierungen. Für Nancy siegte Marie Delorme vor Marie Tasse und Lucien Medot. Die drei Erstplazierten von Saabrücken waren das Team Esther Recktenwald und Anna-Maria Gard vor dem Team Yvonnes Lottes und Anna Kerner sowie dem Team Martina Hermann und Lena Schumacher. Einen Sonderpreis erhielt Elodie Hochscheid von der Uni Nancy für einen sehr kreativen Entwurf, der an eine Raupe erinnert, aber nicht im möglichen Kostenrahmen umgesetzt werden könne.

Esther Recktenwald und Anna-Maria Gard können sich hingegen freuen, denn ihr Entwurf soll bis Mitte 2014 im Europäischen Kulturpark gebaut werden. Das von ihnen entworfene Baukonzept sieht zwei ineinander verzahnte Baukörper vor, die zwei sich reichende Hände und damit eine untrennbare Verbindung symbolisieren. Die Projektidee erfüllt die funktionalen musealen  Kriterien und stellt zudem eine symbolstarke Skulptur dar. Die Baukosten liegen bei rund 250 000 Euro, die zu 50 Prozent aus EFRE-Mitteln des Programms Interreg IVa der Europäischen Union kommen, die andere Hälfte teilen sich Saarpfalz-Kreis und Departement Moselle.
Landrat Clemens Lindemann freute sich mit den Hochschul-Professoren und deren Studenten über den gelungenen Wettbewerb und betonte, dass durch solche Wettbewerbe nicht nur die Studenten an konkreten Projekten lernen könnten, sondern auch der Kulturpark um eine weitere Attraktion reicher werde.

Bildtext:
Die erfolgreichen Wettbewerbs-Teilnehmer bei der Siegerehrung im Homburger Forum.
Foto: Saarpfalz-Kreis / Steigner

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