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Ein Zeichen der Wertschätzung

Der Landrat des Saarpfalz-Kreises besuchte die Polizeiinspektionen Homburg und St. Ingbert sowie das Polizeirevier Blieskastel

Für viele Berufssparten zählen die Fest- und Feiertage zu den regulären Arbeitstagen. Das gilt auch für die Polizei, die, wenn andere ausspannen und Zeit mit ihren Lieben verbringen, ihren Dienst am Allgemeinwohl und für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger leisten. Denn Verkehrssünden, Unfälle, Straftaten und familiäre Konflikte machen vor Festtagen keinen Halt. Auf diese Tatsache richtete Landrat Dr. Theophil Gallo sein Augenmerk und suchte an Weihnachten, am 24. Dezember, die Polizeiinspektionen (PI) Homburg und St. Ingbert sowie das Polizeirevier Blieskastel auf. Wenn es um die innere Sicherheit und Ordnung geht, ist eine stets enge Zusammenarbeit zwischen der Polizei und den Kommunen unerlässlich. Doch darum ging es Landrat Gallo auf dieser Tour nicht. „Ich möchte ein Zeichen setzen und mich ausdrücklich auch im Namen des Saarpfalz-Kreises bei allen Polizistinnen und Polizisten, die sich über die Feiertage im Einsatz befinden, ganz herzlich bedanken“, so brachte der Landrat seine besondere Anerkennung zum Ausdruck.
Landrat Gallo erkundigte sich in Homburg nach der Art und Häufigkeit der Einsätze gerade um die Weihnachtszeit. Er erzählte auch von den Polizeistrukturen, wie er sie beim jüngsten Besuch in Henrico County/Virginia kennen gelernt hatte. Eine Person alleine an einen Einsatzort zu schicken, wie es in den USA mitunter gehandhabt wird, sei für die Homburger Polizeichefin, Polizeirätin Alexandra Besse, undenkbar: „Wir müssen bei einer Anzeige leider immer von einem Informationsdefizit ausgehen. Eine gemeldete Ruhestörung stellt sich beispielsweise – wie in Homburg bereits geschehen – plötzlich als ein Tötungsdelikt heraus. Die Anwesenheit nur einer Polizistin oder eines Polizisten wäre viel zu riskant.“
Neben der schwindenden Akzeptanz der Einsatzkommandos in der Bevölkerung und der zunehmenden Gewalt gegenüber Hilfskräften und Polizei war auch die Umsetzung der langfristig angelegten Polizeireform im Saarland Thema an diesem Tag. Im vergangenen Oktober wurde im Zuge der Zentralisierung Blieskastel als Polizeirevier dem Verantwortungsbereich der Polizeiinspektion Homburg zugeschlagen, ebenso wie die Polizeiposten Mandelbachtal und Gersheim. Alexandra Besse sprach von etwa 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nun insgesamt. Hinzu kommen 45 für den Sankt Ingberter Raum. „Wir sind sehr froh, dass die Polizeiinspektion in St. Ingbert bestehen bleiben konnte. Aber wir müssen alles auch etwas globaler sehen“, sagte Polizeihauptkommissar Torsten Towae, stellvertretender Leiter der PI St. Ingbert, und verwies damit auch auf die sehr gut funktionierende, gegenseitige Unterstützung der Polizei im Saarpfalz-Kreis.
Polizeihauptkommissar Markus Müller, Revierleiter der Polizei Blieskastel, informierte nach einem kurzen Rundgang u. a. über den geplanten Umzug des Reviers von der Molkereistraße in Webenheim in das ehemalige Amtsgericht in der Stadtmitte und bedankte sich mit einem kleinen Schutzengel beim Landrat für sein Kommen.
Ob Polizeiführung oder anwesende Kolleginnen und Kollegen – alle zeigten sich offen und erfreut über den Besuch des Landrates, der seinerseits nicht ohne Präsente kam und allen Einsatzkräften und deren Familien schließlich noch ein „gesundes neues Jahr“ wünschte, den Beamtinnen und Beamten insbesondere, dass sie stets unbeschadet von ihren Einsätzen zurückkommen sollten.

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St. Ingberter Anzeiger ·
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