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Endlich mal was Positives – Matthias Gerschwitz liest und diskutiert an der Gesamtschule Gersheim

Positiv ist Matthias Gerschwitz – in vielfacher Hinsicht. Seit 1994 weiß er, dass er HIV-positiv ist. Seither lebt er mit dem Virus. Nach dem üblichen und verständlichen ersten Schock und der Einsicht in die Unabänderlichkeit der Lage bietet er der HIV-Infektion entschlossen die Stirn. Und damit wären wir bei der zweiten Bedeutung des Wortes: Matthias Geschwitz geht offensiv mit seiner Infektion um, mit einer zuversichtlichen, positiven Lebenseinstellung. Nach wie vor ist das Virus nicht mehr dazu zu bewegen, aus dem Körper zu verschwinden, nach wie vor ist AIDS eine unheilbare Krankheit. Aber Matthias Gerschwitz hat gelernt mit ihr zu leben und die Möglichkeiten der modernen Medizin zu nutzen, um das Virus unter Kontrolle zu halten. Sein Leben bezeichnet er als sehr bewusst und sehr schön. Dennoch – Ziel muss sein, möglichst viele Menschen vor einer Ansteckung zu bewahren. Ganz besonders ist dies ein Anliegen für alle jungen Menschen, die sich gerade auf den Weg ins Erwachsenenleben machen. Von daher versteht es sich von selbst, dass der Autor, der seine Erfahrungen mit HIV in einem Buch mit dem Titel “Endlich mal was Positives“ festgehalten hat, gerne in Schulen vor Jugendlichen liest. Die Einladung an die Gesamtschule Gersheim kam im Nachklapp zum Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember. Ermöglicht wurde sie durch das Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises, das die Veranstaltung sponserte. Alle Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 9, vierzehn- bis fünfzehnjährig und damit im besten Alter für eine gezielte Aufklärung, hatten sich im großen Musiksaal der Schule versammelt. Gespannt hörten sie den Ausführungen des Autors zu und nutzten die anschließende Gelegenheit, mit gezielten Fragen einige ihnen wichtige Aspekte zu konkretisieren und zu vertiefen. Sensibilisiert waren sie für dieses Thema durch die Teilnahme an dem Internationalen Projekt zur AIDS-Prävention “Dance4life“ im vergangenen Schuljahr. Die Möglichkeit, einen Menschen kennen zu lernen, der ihnen Informationen und Antworten aus erster Hand bieten konnte, nahmen sie liebend gerne an. Auch nachdem der Pausengong schon längst das Ende der Veranstaltung eingeläutet hatte, drängten sich Schülerinnen und Schüler um den Autor, klärten offen gebliebene Fragen und zollten ihm Respekt dafür, dass er so offen und ehrlich über ein sehr persönliches und nicht einfaches Thema zu ihnen gesprochen hatte. Den größten Eindruck hatte wohl der Optimismus hinterlassen, mit dem Matthias Gerschwitz sein Leben meistert. Hintergrund gibt es hier: http://www.endlich-mal-was-positives.de/ http://www.dance4life.de

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