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Endspurt für die Heiz-Checks der Verbraucherzentrale

Nach dem unerwarteten Frühjahrseinbruch soll der Winter in der zweiten Februarhälfte noch einmal zurückkommen. Für die Energieberater der Verbraucherzentrale beginnt dann der Endspurt bei den Heiz-Checks: In privaten Heizungskellern überprüfen sie, wie effizient die Heizungsanlagen arbeiten und wie sie sich auch ohne große Investitionen verbessern lassen.

„Wenn die Heizung im zurückliegenden Winter immer warm war, ist das zwar schön“, erläutert Angelika Baumgardt, Energieberaterin der Verbraucherzentrale die Idee hinter den Heiz-Checks. „Leider heißt es aber nicht unbedingt, dass die Anlage auch sparsam und effizient läuft.“ Tatsächlich verbrauchen erschreckend viele Heizungsanlagen deutlich mehr Energie als notwendig – und bescheren ihren Besitzern dadurch unnötig hohe Kosten.

In einem typischen Einfamilienhaus kann es so schnell zu Mehrkosten von 150 Euro jährlich und mehr kommen. „Glücklicherweise reicht es aber oft, das Zusammenspiel der Anlagenkomponenten zu überprüfen, um Ansatzpunkte für eine deutliche Verbesserung zu finden“ erklärt Baumgardt. „Das leisten unsere Berater bei einem Heiz-Check.“ Allerdings ist der Heiz-Check nur bei kalten Außentemperaturen möglich, wenn die Heizungsanlage unter realen Bedingungen läuft. „Für diesen Winter gehen wir also jetzt in die letzte Runde“, sagt Baumgardt.

Der Heiz-Check besteht aus zwei Terminen an aufeinanderfolgenden Tagen. Zwischen den Besuchen des Energieberaters zeichnen Messgeräte wichtige Systemtemperaturen auf. Zudem werden der Dämmstandard von Rohren und Armaturen überprüft und Daten wie Alter und Dimensionierung des Systems. Erfasst werden auch der Verlauf der Raumtemperatur und der Vorjahresverbrauch. Schließlich werden alle Komponenten der Anlage, etwa Kessel, Warmwasserspeicher, Mischer und Ventile, in Augenschein genommen.

Wenig später erhält der Verbraucher per Post einen Bericht mit der Gesamteinschätzung zum Heizsystem und Empfehlungen, wie es sich optimieren lässt. In manchen Fällen kann auf Basis der Heiz-Check-Ergebnisse auch der Austausch einzelner Komponenten oder der kompletten Anlage naheliegen.

Der Heiz-Check ist ein Angebot für alle privaten Verbraucher, die z.B. einen Gas- oder Ölheizkessel, eine Fernwärmestation oder eine Wärmepumpe zuhause haben. Termine für den Heiz-Check können unter der kostenlosen Nummer 0800 809802400 oder direkt bei den Beratungsstellen gebucht werden. Die Kostenbeteiligung beträgt 30 Euro, für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis ist der Heiz-Check kostenlos. Der Heiz-Check wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

In St. Ingbert finden die Energieberatungen jeden ersten und dritten Montag im Monat im Rathaus in Zimmer 203 statt. Anmeldung unter 06894 130.

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