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Energieberatung wird besser gefördert

Eigenheimbesitzer erhalten jetzt höhere Zuschüsse für umfassende Energieberatung vor Ort. Die Bundesregierung, speziell das Bundeswirtschaftsministerium, fördert verschiedene Energieberatungsangebote. Dazu gehören die BAFA- Vor-Ort-Beratung, die von Architekten und Ingenieuren angeboten wird, sowie die Energieberatung der Verbraucherzentrale, mit der ebenfalls Architekten und Ingenieure beauftragt sind.

Ziel der Förderung ist es, im privaten Bereich Investitionen auszulösen, die den Energiebedarf in Wohngebäuden senken und Umweltbelastungen, insbesondere CO2-Emissionen, vermindern. Das energiepolitische Ziel eines weitgehend klimaneutralen Gebäudebestands im Jahr 2050 wird damit unterstützt.

Zum 01.07.2012 ist der Zuschuss der umfassenden BAFA- Vor-Ort-Beratung für 1-2 Familienhäuser von 300 Euro auf 400 Euro erhöht worden.  Die Ratsuchenden erhalten von dem unabhängigen Fachmann bzw. der Fachfrau einen sehr ausführlichen Beratungsbericht mit Hinweisen, wie sie ihr Gebäude dauerhaft energetisch komplett sanieren können. Das Ziel ist ein sogenannter KFW-Effizienzhaus-Standard. Dies hat zur Folge, dass der Hauseigentümer bei der Umsetzung der empfohlenen Sanierungsmaßnahmen entsprechende KfW-Förderung als zinsgünstigen Kredit oder Zuschuss erhalten kann. Der Bericht enthält ausführliche Berechnungen über empfehlenswerte Investitionen und deren Wirtschaftlichkeit.

Die Höhe des verbleibenden Kostenanteils für die Auftraggeber einer großen BAFA- Vor-Ort-Beratung ist nicht geregelt sondern Verhandlungssache. Die Hauseigentümer müssen mit mindestens 400 Euro rechnen, weil der Zuschuss 50 Prozent der gesamten Beratungskosten nicht übersteigen darf.

Die vermeintlich hohen Kosten der ausführlichen BAFA-Energieberatung schrecken viele ab. Als wesentlich günstigeren Einstieg bietet sich da  das Energieberatungsangebot der Verbraucherzentrale an. Dies  ist zwar viel weniger ausführlich, aber auch näher an den speziellen Fragen der Ratsuchenden. Wer beispielsweise lediglich das Dach dämmen oder die Fenster erneuern will oder wer sich nach einer neuen Heizung umschaut, kann dieses Einzelproblem mit einem Fachmann bzw. einer Fachfrau der Verbraucherzentrale besprechen. Die Architekten und Ingenieure der Verbraucherzentrale machen in schwer zu beurteilenden Fällen auch Hausbesuche, das sogenannte Fallmanagement vor Ort.

Für die Erstberatung im Büro der Verbraucherzentrale haben die Ratsuchenden einen Eigenanteil in Höhe von 5 Euro pro 30 Minuten zu tragen, für einen nachfolgenden Hausbesuch fällt ein Entgelt in Höhe von 45 Euro an. Die darüber hinausgehenden Kosten trägt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

Energieberatungen in St, Ingbert finden jeden ersten und dritten Montag im Monat im Rathaus, Am Markt 12, Zimmer 203 statt. Anmeldung unter 06894 / 130 oder 0681 / 50089 – 15.

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