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Energieverluste durch Warmwasserzirkulation begrenzen

Niemand dreht den Warmwasser-Hahn auf, und trotzdem kühlt das Wasser im Speicher innerhalb weniger Stunden ab.

Grund sind unter anderem Wärmeverluste über die Zirkulationsleitung, die bei einer zentralen Warmwasserbereitung und langen Leitungswegen bis zu den Zapfstellen in der Regel vorhanden ist.
Der Vorteil einer solchen Zirkulationsleitung, ist, dass schnell warmes Wasser am Wasserhahn zur Verfügung steht. Nachteil  sind die oft sehr hohen Energieverluste. Diese können schnell die Hälfte des für die Warmwasserbereitung erforderlichen Energiebedarfs  betragen, sagt Angelika Baumgardt, Energieberaterin der Verbraucherzentrale. Bei unseren Gebäude-Checks finden wir immer wieder Zirkulationsleitungen, in denen das Warmwasser Tag und Nacht ohne Unterbrechung zirkuliert, so Baumgardt. Teilweise sind diese Leitungen sogar ungedämmt. Dabei ist eine Dämmung warmgehender Rohrleitungen in unbeheizten Räumen durch die Energieeinsparverordnung vorgeschrieben und eine Nachrüstung Pflicht. Eine solche Dämmmaßnahme rechnet sich bereits im ersten Jahr.

Die Zirkulationspumpe sollte zeit- und/oder bedarfsabhängig geregelt werden, um die Energieverluste einzugrenzen, empfiehlt die Expertin. Dabei sind die Vorschriften der Trinkwasserverordnung in Bezug auf die Warmwasserhygiene zu beachten. Eine Nachtabschaltung für acht Stunden verringert die Verluste um etwa ein Viertel. Bei Zirkulationsleitungen ohne Pumpe muss zunächst eine Pumpe nachgerüstet werden, die exakt dimensioniert und hocheffizient sein sollte. Bei sehr kurzen Leitungswegen ist unter Umständen überhaupt keine Zirkulationsleitung erforderlich. Hier kann am meisten Energie eingespart werden. Bei einer anstehenden Neuinstallation sollte man genau prüfen, ob eine Zirkulationsleitung erforderlich ist. Diese sollte dann genau dimensioniert und sehr gut gedämmt werden.

Bei allen Fragen zur Warmwasserbereitung und –verteilung sowie zu allen anderen Energiesparthemen hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Es gibt auch die Möglichkeit, dass ein Energieberater zu einem Energie-Check ins Haus kommt. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei). Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Für einen persönlichen Termin in einer der 16 Beratungsstützpunkte im Saarland ist eine Anmeldung erforderlich.

In St. Ingbert finden die Energieberatungen jeden ersten und dritten Montag im Monat im Rathaus, Am Markt 12, Zimmer 203 statt. Anmeldung unter 06894 / 130 oder 0681 / 50089 – 15.

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