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Energiewende muss für Bürger finanzierbar sein

Auf der Energiesparmesse in Dillingen am 8. und 9. November 2014 hat sich die Ver-braucherzentrale des Saarlandes e. V. klar zu einer verbraucherfreundlichen Umset-zung des EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) positioniert.

Geschäftsführer Jürgen Zimper sprach sich auf einer Podiumsdiskussion für eine fondsgebundene Finanzie-rung der Energiewende aus.

Unsere Strompreise steigen ständig. Den Löwenanteil machen aber nicht die eigentlichen Energiekosten aus, sondern staatliche Steuern, Abgaben und Gebühren. Die größte Abgabe stammt aus dem Erneuerbare Energien Gesetz von 2000, kurz EEG-Umlage genannt. Das Gesetz regelt die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen und garantiert feste Einspeisevergütungen. Von Anfang an wurde die ökonomische und ökologische Effizi-enz jedoch kontrovers diskutiert. Für eine bessere Steuerung und Finanzierbarkeit soll die EEG-Reform von August 2014 sorgen. Gute Nachrichten auch für Verbraucher?

Die EEG-Umlage sinkt 2015 zwar von 6,24 auf 6,17 Cent je KW/h, jedoch ist fraglich, ob dies überall beim Verbraucher ankommt. „Eventuell müssen die Verbraucher durch den notwendi-gen Ausbau der Netzinfrastruktur und die Bereitstellung des Kapazitätsmarktes (Einsatz von modernen und umweltfreundlicheren Kohle- und Gaskraftwerken für wind- und sonnenarme Stunden) längerfristig mit weiter steigenden Preisen rechnen.“ so Jürgen Zimper, Geschäfts-führer der Verbraucherzentrale Saar. Auch wenn inzwischen eine Preissenkung für 2015 bei einem Energieversorger bekannt ist, bleibt fraglich, wie viele andere saarländische Energie-versorger folgen werden. So könnte die Senkung eine Einmalaktion bleiben und es 2016 wie-der zu einer Steigerung kommen. Zimper plädiert daher für eine nachhaltige Finanzierungs-form der Energiewende: „Auf Dauer ist eine für Verbraucher verträgliche Lösung nur über eine Finanzierung der Förderkosten durch einen Entwicklungsfonds erreichbar.“ Denn die Ener-giewende ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Neben den steigenden Strompreisen war das Thema „Energieeffizienz“ ein Schwerpunkt der Messe. Ca. 600 Besucherinnen und Besucher informierten sich am Messestand und bei den Fachvorträgen der Verbraucherzentrale Saar über Maßnahmen zur Steigerung der Energieef-fizienz. Viele meldeten sich für einen detaillierten Vor-Ort-Energiecheck in Eigenheim oder Wohnung an. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert durch das Bun-desministerium für Wirtschaft und Energie. An 16 Stützpunkten im Saarland geben die Bera-ter kostengünstig und unabhängig Empfehlungen zu Einsparmöglichkeiten und Investitionsbe-darf.

Interessierte Verbraucher können sich unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder telefonisch unter 0800-809802400 informieren.

 

PM: Verbraucherzentrale

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