Nachrichten

Montag, 23. Oktober 2017 · wolkig  wolkig bei 8 ℃ · Schmerztherapeut und Palliativmediziner stellt Buch vorIn Zeiten des abnehmenden LichtsPilzwanderung in Hassel

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Entdeckungsfahrt durch Lothringen

Touristen sind neugierig – Tourismusexperten umso mehr. Mitarbeiter von Tourismusinformationen und Gästeführer erkunden zunehmend den kulturellen Reichtum der Großregion. Die Einladung des Interreg IV-A Projektes „Tourismusmarketing für die Großregion“ sowie des „Comité Régional du Tourisme de Lorraine“ zur Fachexkursion durch Lothringen stieß auf breites Interesse. 48 Touristiker aus Luxemburg, der Wallonie, Rheinland-Pfalz und dem Saarland nahmen an der zweitägigen Veranstaltung teil.

Zwei Tage, zwei Sprachen

Zum Auftakt eine Begrüßung im Krönungssaal des Metzer Bahnhofes: nicht jeder Reisende wird derart festlich empfangen. Ein treffend gewählter Ausgangspunkt zur Stadtführung, denn hier wurden Sprachgrenzen schon früh auf originelle Weise überwunden. Im ehemals preußischen Metz boten die lebensnahen Fresken des Bahnhofsgebäudes der französischsprachigen Bevölkerung Orientierung. Friseur oder Gastwirtschaft wären damit auch heute noch leicht zu finden, stellen die Teilnehmer der Fachexkursion amüsiert fest. Die eigenen Sprachbarrieren werden herkömmlich gelöst – per Dolmetscher oder mehrsprachiger Führung. Der von Kaiser Wilhelm II erbaute Bahnhof und das angrenzende Kaiserviertel machen die Großregion als Schnittpunkt unterschiedlichster kultureller Einflüsse erlebbar.

Mahnmal und Mandeldragées

Dazu zählen auch, 70 km westlich von Metz gelegen, die Schlachtfelder von Verdun. Ein bedrückendes Mahnmal, das die Bedeutung von Versöhnung und Aufklärung umso mehr betont. Dem Gästeführer gelingt es auf bravouröse Weise, dies zu vermitteln. Beim anschließenden Besuch des Dragéeherstellers Braquier tauchen noch einmal Granaten auf, diesmal aus Schokolade. Das dies an einem Ort wie Verdun möglich ist, ist ein weiterer Mosaikstein der Großregion. Für die Teilnehmer bleibt noch, sich an den berühmten Mandeldragées zu stärken. Sie werden gerne bei Taufen und Hochzeiten verschenkt, weil sie Fruchtbarkeit versprechen – selbst der saudische König pflegt diesen Brauch.

Schneepisten und spektakuläre Kunst

Mit der Snow-Hall in Amnéville-Les-Thermes und dem Centre Pompidou in Metz stehen auch einige der jüngsten Tourismusziele Lothringens auf dem Programm. Dazwischen bietet der Rundgang durch Nancy noch einmal viel Historisches. Die Bedeutung der Place Stanislas als verbindendes Element zwischen Altstadt und Neustadt, die florale Ausgestaltung des Jugendstils – und dann, zum Abschluss, großflächige konzeptionelle Kunst von Sol Le Witt im Centre Pompidou. Ein kontrastreiches Programm, das Lust macht, die Großregion genauer zu erkunden. Die Teilnehmer der Fachexkursion haben die Gelegenheit genutzt und sich reichlich ausgetauscht. Für Touristen bedeutet das bessere Informationen und ein breiteres Angebot. Das Reiseziel Großregion kann angesteuert werden.

Die vierte „Große Fachexkursion“ wird Touristik-Fachleute und Gästeführer im Frühjahr 2013 in die Wallonie und nach Ostbelgien führen.

Weitere Informationen gewünscht? Gerne!

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Kontakt

Anika Gerstner / Tourismusmarketing für die Großregion

c/o Tourismus Zentrale Saarland GmbH/ Franz-Josef-Röder-Str. 17/ D – 66119 Saarbrücken Tel.: +49 (0) 681 92 72 042 / Fax: +49 (0) 681 92 72 075

E-Mail: gerstner@tourismus-grossregion.eu / WEB: www.tourismus-grossregion.eu

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017