Nachrichten

Freitag, 15. Dezember 2017 · leichter Regen  leichter Regen bei 2 ℃ · Themenabend in der Kinowerkstatt: Peter HandkeSt. Ingberter Jazzfestival 2018 – Early-Bird-Tickets!Feuerwehr-Nikolaus besucht Kinder der Flüchtlingsfamilien

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Erfinder und Forscher auf der „Welt der Familie“

Foto_Uni

In Halle 6 können Jugendliche die Schülerexperimentierlabore kennenlernen und unter
Aufsicht selbst zum Forscher werden. Foto: KWT

Universität des Saarlandes und Hochschulen laden Schüler in Experimentierlabore ein – Erfinderclub „Signo 1 Saar“ stellt seine neusten Entwicklungen vor.

Wie spannend Forschungsarbeit auch für Nicht-Wissenschaftler, insbesondere Schülerinnen und Schüler sein kann, demonstriert die Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer (KWT) mit Exponaten der saarländischen Hochschulen auf dem Gemeinschaftsstand „Forschung und Entwicklung“ in Halle 6. „Forschung zum Selbermachen“ lautet die Devise der Mitmachangebote, mit denen saarländische Hochschulen Einblicke in die Bereiche Biochemie, Chemie, Technik, Nanotechnologie, Robotertechnik und Materialwissenschaften geben.

Kraftvoll zupackende Roboterhände hat beispielsweise die Forschergruppe um Hartmut Janocha, Professor für Prozessautomatisierung der Universität des Saarlandes entwickelt. Hier wurde ein neuartiger Antrieb realisiert, bei dem Steuerung und Antrieb für Roboterhände mit kleinsten Bauteilen im Unterarm des Roboters untergebracht wurden.
Auch ein Verfahren, bei dem der Einsatz neuartiger Flüssigkeiten das Spannen von Werkstücken beschleunigen kann, wurde in dieser Forschergruppe entwickelt: Wird ein in eisenhaltiger Flüssigkeit gelagertes Werkstück einem Magnetfeld ausgesetzt, erstarrt die Flüssigkeit in Bruchteilen einer Sekunde zu einer festen Negativform des Werkstücks. So wird das Werkstück schonend festgehalten, lässt sich präzise bearbeiten und ist auch vor Erschütterungen geschützt. Diese neue Spanntechnik wurde bereits in der Flugzeugindustrie getestet.

„Signo 1 Saar“ präsentiert Erfindungen aus dem Saarland

Erfindungen aus dem Saarland präsentiert auch der 2003 gegründete Club der Erfinder, „Signo 1 Saar“. „Von der Hausfrau bis zum Doktor, vom Ingenieur, Handwerker, Meister bis zum promovierten Wissenschaftler – bei uns ist jeder willkommen“, sagt der Vorsitzende des Clubs, Karl-Josef Schuhmann. „Signo 1 Saar“ bietet Erfindern die Möglichkeit des Erfahrungsaustauschs, aber auch Seminare und Vorträge zum Erfindungswesen. „Außerdem versuchen wir, Kontakte zur Industrie, zu potentiellen Kunden und zur Politik zu knüpfen“, so Schuhmann.

Vor allem die Politik habe inzwischen erkannt, wie viel kreative Menschen im Saarland leben und welches wirtschaftliche Potential sich aus daraus ergibt. So zeigt beispielsweise Constand Seiwerath aus Luxemburg eine neuartige Windkraftanlage, Günter Laabs stellt einen Unkrautvernichter vor, der selektiv wirkt und Nutzpflanzen schont.

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017