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Erster saarländischer Carrotmob

Am vergangenen Samstag (22. Juni 2013) fand in der Blumenstraße 10 im Café de Paris der erste saarländische Carrotmob statt. In dem Restaurant im Nauwieser Viertel wurde von 11:00 bis 15:00 Uhr für den Klimaschutz konsumiert. Dazu gab es ein buntes Rahmenprogramm für die ganze Familie.

Die lange Vorbereitungszeit, angefangen bei der Auswahl des richtigen Geschäfts, etliche Projekttreffen bis hin zum Tag des Carrotmobs, zeichneten sich für alle Beteiligten als ein großer Erfolg aus. Die bunt gemischte Organisationsgruppe fand sich im Januar dieses Jahres bei einem Workshop zum Thema Carrotmob im Haus der Umwelt zusammen und plante von da an den großen Tag. Die Mission: das Klima schützen! Und die Strategie ist ebenso einfach wie genial. Statt Geschäfte und Unternehmen zu boykottieren, die sich umweltschädlich verhalten, werden diejenigen belohnt, die bereit sind, ihre Klimabilanz zu verbessern.

Genau das wollte auch Christina Tsiakiris, die Betreiberin des Café de Paris. Um die passenden Klimaschutzziele definieren zu können, erfolgte zunächst eine vom Bundesumweltministerium gesponserte Energieberatung durch den Saarbrücker Experten Matthias Lutter, der das Café de Paris energietechnisch genau unter die Lupe nahm. Um die vorgeschlagenen Maßnahmen umsetzen zu können, rührten die Karotten des Carrotmob-Teams ordentlich die Werbetrommel. Und mit dem spannenden Rahmenprogramm, unter anderem mit Experimenten zu erneuerbaren Energien für Kinder, sowie Livemusik von der Punk-Rockband Blingpoint, konnten etwa 120 Leute zum Konsumieren für den Klimaschutz angelockt werden.

In den vier Stunden wurden Bio- Flammkuchen mit frischen, regionalen und saisonalen Zutaten (wie z.B. Mangold, Paprika, Tomaten, Zwiebeln) aus dem Bliesgau verkauft. Zu trinken gab es neben Bliesgau-Apfelsaft auch Bliesgau-Apfelwein und Bliesgau- Apfelsecco. Mit dem Umsatz dieses Nachmittags können nun entsprechende Energieeffizienzmaßnahmen durchgeführt werden, welche sich in der CO2-Bilanz des Cafés bemerkbar machen werden. „Wir werden, wie von Herrn Lutter vorgeschlagen, die Heizungsanlage nachoptimieren und können somit eine CO2-Ersparnis von 114 Kilogramm/ Jahr erreichen“ erläutert Christina Tsiakiris.

Aber nicht nur die energetische Verbesserung lag dem Carrotmob-Team am Herzen, sondern auch die Sensibilisierung für klimafreundliche Lebensmittel. Unter dem Motto „Wer weiter denkt, kauft näher ein!“ wurde der Zusammenhang zwischen Klimaschutz und Ernährung thematisiert, wie beispielsweise der CO2 – Ausstoß, der sich in diesem Bereich in den letzten 10 Jahren durch lange Transportwege von Lebensmitteln verdoppelt hat. Mit gutem Beispiel voran, erweitert das Café de Paris zusätzlich seine Speise- und Getränkekarte mit Produkten aus der Region. „Die Idee ist super und die Argumente haben mich von Anfang an überzeugt“ sagt Frau Tsiakiris. „Es ist wichtig, dass jeder von uns innerhalb seiner Möglichkeiten einen Teil zum Klimaschutz beiträgt. Die Veranstaltung hat mich dazu angeregt, beim Einkaufen mein Augenmerk verstärkt auf die Herkunft der Produkte zu richten und mich im Zweifelsfall für das regionale Produkt zu entscheiden, privat wie geschäftlich.“ Um langfristig ein Zeichen zu setzen, werden einzelne Zutaten durch saisonale und regionale Alternativen ersetzt und Produkte aus dem Biosphärenreservat Bliesgau in Zukunft auch im Café de Paris verkauft. Die Projektleiterin des Carrotmob Saar, Nina Fetzer, betont dabei, dass jede/r von uns jeden Tag, durch den alltäglichen Konsum, zum Klimaschutz beitragen kann. Genauer gesagt durch den bewussten Einkauf von regional und saisonalen Produkten. „Denn wer einkauft trägt Verantwortung, nicht nur Tüten!“

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