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EWA feiert Jubiläum – nachhaltige und gesunde Schulen im Saarpfalz-Kreis

Das EWA-Programm des Saarpfalz-Kreises ist mittlerweile ein Selbstläufer geworden: viele Schüler-Generationen arbeiten schon seit 15 Jahren an der Entwicklung nachhaltiger und gesunder Schulen mit – und werden jährlich im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit Preisen prämiert.

Neben der aktuellen Preisverleihung für zehn Schulen des Kreises konnte man sich nun auch über die im März verliehene Unesco-Auszeichnung freuen, die einen vorläufigen Höhepunkt in der Entwicklung des Programmes zu den Themen Energie, Wasser und Abfall darstellt.

Die Leiterin des Programms Eva Schwerdtfeger betonte bei der Feier in der Gemeinschaftsschule „Neue Sandrennbahn“ in Homburg-Erbach, dass diese Auszeichnung allen Beteiligten gebühre, die über viele Jahre das Programm zu dem gemacht haben, was es jetzt sei. Dieser Meinung schloss sich auch der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Theophil Gallo an, der für Landrat Clemens Lindemann die Begrüßung der Gäste und die Auszeichnung der Schulen vornahm. In seinem kurzen Grußwort lobte er das im Saarland einzigartige Programm und bedankte sich bei den teilnehmenden Schulen für ihr nachhaltiges Engagment sowie bei Eva Schwerdtfeger, die vor 15 Jahren das Programm ins Leben gerufen hat und gemeinsam mit den Schulen bis heute weiterentwickele.

Schulleitern Sabine Bleyer ging bei ihrer Begrüßung auf den wichtigen Auftrag der Schulen ein, sich für Nachhaltigkeit einzusetzen und erklärte den sperrigen Begriff der Nachhaltigkeit mit dem einfachen Zitat eines Indianers: „Genug für alle für immer“. Auch Roland Krämer, Staatssekretär im Umweltministerium zeigte sich beeindruckt von der außergewöhnlichen Konstanz, mit der die Arbeit betrieben werde, sowie der Vielzahl und dem Ideenreichtum der von den Schulen eingereichen Projekte, Aktivitäten und Maßnahmen.

Von den über 60 Projekten des EWA-Projektes konnten dann nur einige genauer vorgestellt werden: Schüler und Lehrer der Willi-Graf-Schule stellten das Konzept Schule 2020 vor, mit dem sich die Schule Ziele in Bereichen wie umweltfreundliche Mobilität, Energie- und Ressourcenverbrauch, Regionale Wertschöpfung oder Verpflegung gesetzt hat. So ist unter anderem der Einsatz von Elektrobikes, die effektivere Nutzung von Werkzeugen (Tool-Pool) und Kenntnissen (Know how transfer) oder die Einrichtung eines fairen Kiosk geplant. Symbol für den Weg zur Biosphärenschule ist der selbst gefertigt Biosphärenstab, der in den Schulen als Zeigestab Verwendung finden soll.

An der Gemeinschaftschule Mandelbachtal, der Gemeinschaftschule Gersheim und der Galileoschule Bexbach wurde die Schulimkerei eingeführt, die Lars Schuffenhauer von der Mandelbachtalschule anhand von mitgebrachten Materialien wie Honigschleuder, Honigwaben und vielen Fotos anschaulich erklärte. Auch der daraus entstandene leckere Honig konnte verkostet werden.

An der Gemeinschaftsschule Kirkel-Limbach sowie drei weiteren Schulen war das zentrale Thema Fairtrade. Die alternative Herstellung des Modegetränks BubbleTea mit fairen Zutaten wurde von Alexander Beer und seinen Schülerinnen demonstriert. Seit diesem Jahr ist dieses Thema ein neuer wichtiger Bestandteil des EWA-Programms ebenso wie bei der Bewerbung des Saarpfalz-Kreises zum Fairtrade–Kreis.

Fachlehrerin Birgit Osterroth und ein Schüler von der Neuen Sandrennbahnschule stellten ihre Aktivitäten im Rahmen des gesunden, fairen und regionalen Frühstücks vor, das vom Einkauf auf dem Wochenmarkt bis zu Herstellung der Speisen und der Präsentation eines tollen gemeinsam eingenommenen Frühstücksbuffets reichte. Eva Schwerdtfeger betonte, dass das Thema Ernährung und Schulverpflegung ein zentrales Thema des Programms sei und viele Schulen sich mittlerweile in der unterschiedlichsten Form damit befassten.

Die Preisverleihung war wie immer spannend: Alle teilnehmenden Schulen erhielten aus den Händen der Ersten Kreisbeigeordneten und des Staatssekretärs das Zertifikat „Nachhaltige und gesunde Schule“. Außerdem wurden drei 3. Preise, drei 2. Preise und vier 1. Preise mit Gutscheinen im Wert zwischen 250 und 350 Euro vergeben, die wie jedes Jahr von der Kreissparkasse gestellt wurden. Erste Plätze belegten die Willi-Graf-Schule St. Ingbert, die Gemeinschaftsschule Mandelbachtal, die Galileo-Schule Bexbach und das Leibniz-Gymnasium St. Ingbert.

Das unterhaltsame wie gekonnte Musikprogramm wurde von der Musik-AG unter Leitung von Britta Baschab-Krupp gestaltet. Bei einem phantastischen Buffet mit regionalen, biologischen und fairen Produkten, das von der Projektgruppe aus der 7. Klasse zubereitet wurde, ließ sich trefflich über zukünftige Projektideen austauschen. Am Schluß waren sich alle einig: wir möchten auch noch das 20-jährige Jubiläum zusammen feiern!

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