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EWA-Programm: Ein Selbstläufer in Sachen Nachhaltigkeit

Seit 16 Jahren werden im Saarpfalz-Kreis Schulen für ihr Engagement in Sachen Nachhaltigkeit, Umwelt und Gesundheit belohnt.

Jedes Jahr wird eine Prämierung der Schulen vorgenommen. Bei der Auszeichnung gibt es Preisgelder und das Zertifikat „Ökologische und gesunde Schule des Saarpfalz-Kreises“.

Zur aktuellen Preisverleihung waren SchülerInnen, Schulleitungen, betreuende LehrerInnen aus zehn Schulen in der Schulträgerschaft des Kreises und Kooperationspartner in die St. Ingberter Willi-Graf-Schule gekommen. Neben der Einbindung des Projekts in den Schulalltag galt es 50 eingereichte Projekte zu bewerten. Projektkoordinatorin Eva Schwerdtfeger erläuterte die Maßnahmen, die täglich im Schulalltag gelebt werden müssen: die Bereiche Energie, Abfall und Wasser seien sozusagen Standard, während Themen wie Fairtrade, Lärm und Luftmessungen sowie gesunde Schulverpflegung in den letzten Jahren hinzugekommen seien. Schulleiterin Mechthild Falk betone als gastgebende Schule betonte die Bedeutung des EWA-Programms für die nachhaltige Entwicklung an ihrer Schule, die von Anfang an dabei ist. Ihren Fingerzeig legte sie auf die Müllvermeidung, insbesondere die Plastikmüllansammlung und deren Folgen: „Auch wenn Müllberge schon in den 80er ein großes Thema waren, ist es augenscheinlich so, als habe uns dies wieder eingeholt. Man darf in den Bemühungen nicht nachlassen.“ Landrat Theophil Gallo lobte das ungebrochene Engagement der Schulen, die sich jedes Jahr wieder dem Wettbewerb stellten und betonte die Vorreiterrolle des Saarpfalz-Kreises auf diesem Gebiet. Umweltministerin Reinhold Jost war beeindruckt vom nachhaltigen Konzept und dem Ideenreichtum des EWA-Programms, das bereits 1998 ins Leben gerufen wurde und in dieser Form im Saarland einzigartig sei. Er überbrachte der EWA-Initiatorin, die zuletzt für das Programm eine UNESCO-Anerkennung erhielt, stellvertretend für die große „EWA-Familie“ eine finanzielle Unterstützung.

Die aktiven Projekt-Schulen 2014/15 waren aus Bexbach die Galileo-Schule, aus Blieskastel die Franz-Carl- und die Geschwister-Scholl-Schule, die Gemeinschaftsschule Gersheim, aus Limbach die Gemeinschaftsschule, aus Homburg das Saarpfalz-Gymnasium, aus St. Ingbert die Gemeinschaftsschule Rohrbach, Willi-Graf-Schule und das Leibniz-Gymnasium sowie die Mandelbachtalschule. Aus der Vielzahl der eingereichten Projekte stellten drei Schulen ihre eingereichten Arbeiten vor. Projektlehrer Matthias Glahn von der Gemeinschaftsschule Blieskastel entwickelte mit seinen Schülern eine Solarpowerbank „Handy zur Sonne“. Die Schüler können während des Unterrichts ihr Handy an einer selbst gebastelten Solarpowerbank aufladen. In einem eigens von den Schülern entwickelten Film wurde die immense Energieeinsparung, die bei Millionen Schülerhandys zusammenkommt, deutlich. Schüler der Gemeinschaftsschule Kirkel-Limbach stellten in Begleitung ihres Projektlehrer Alexander Beer die Planung und Durchführung zur Begrünung eines Garagendaches vor, das neben der Seifenherstellung auf fairen und regionalen Zutaten eingereicht wurde. Die Schüler der Willi-Graf-Schule St. Ingbert beschrieben anschaulich die vielen Aktionen, die auf dem Weg zur nachhaltigen Schule zu bewältigen waren, vom selbstentwickelten fairen Müsliriegel über die Einführung von Fairtrade-Produkten in der Lehrküche und im Lehrerzimmer bis hin zur fairen Kochshow. Die Mandelbachtalschule erklärte an einem Stand ihre Schulimkerei, den leckeren Honig durfte man auch probieren. Die mit Doris Kratkey von Bliesgau-Kosmetik und -Seifen mit den Limbacher Schülern hergestellte Seife aus regionalen Bliesgauölen und Shea-Butter aus Burkina Faso gab den Impuls für ein kleines Präsent an die Teilnehmer. Wie immer war die Preisverleihung spannend: Alle zehn Teilnehmerschulen erhielten aus den Händen des Umweltministers das Zertifikat „Nachhaltige und gesunde Schule“ und eine finanzielle Förderung zwischen 200 und 400 Euro von der Kreissparkasse Saarpfalz. Die ersten Preise belegten die die Mandelbachtalschule, die Galileo-Schule Bexbach, das Leibniz-Gymnasium und die Willi-Graf-Schule. Am Schluss waren sich alle einig: EWA wird nicht langweilig, im kommenden Jahr geht´s mit vielen neu gewonnenen Ideen weiter.

Infos zum EWA-Programm: Eva Schwerdtfeger, Leiterin der KUG (Koordinierungsstelle Umwelt und Gesundheit) beim Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises, eva.schwerdtfeger@saarpfalz-kreis.de, Tel: 06841-1048391
Titelbild:
Zehn im EWA-Programm aktive Schulen wurden in der Willi-Graf-Schule St. Ingbert prämiert.

 

PM: B. Ruffing, Kreisbeauftragte

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