Nachrichten

Sonntag, 20. August 2017 · sonnig  sonnig bei 16 ℃ · Dorffest mit KirmesÜ30-Party im Eventhaus St. IngbertHasseler Dorffest 2017

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Extra-Geld-Affäre um Trapp

Freie Wähler fordern Schadensersatz und strafrechtliche Schritte
Die Freien Wähler St. Ingbert (FW) bemängeln schon seit mehreren Jahren das hohe Defizit aus der Herausgabe der Rathaus-Postille ‚Rundschau‘. So wurde neben redaktionellen Mängeln und einseitiger Berichterstattung zugunsten von Oberbürgermeister Jung seitens der FW-Fraktion bei den Haushaltsberatungen der vergangenen Jahren immer wieder eine Reduzierung des Defizits um einen fünfstelligen Betrag gefordert. Von Oberbürgermeister Jung und Stadtpressesprecher Trapp mussten sie sich dafür immer wieder boshafte Kommentare und Beschimpfungen anhören.
Umso bitterer stößt den FW-Stadtratsmitgliedern die nun bekannt gewordenen monatlichen Extra-Zahlungen der Verlagsdruckerei an Stadt-Pressesprecher Trapp auf, die offenbar einen jährlich fünfstelligen Betrag erreicht haben.
Fraktionschef Uwe Reyinger spricht deshalb von einer ‚Schweinerei‘ und fordert Jung und Trapp zu Schadensersatz auf: ‚Der Herr Oberbürgermeister und Herr Trapp sollen die Defizite der Rundschau aus eigener Tasche zahlen.‘, sagt Reyinger und fordert gleichzeitig die Einleitung strafrechtlicher Schritte gegen die beiden.
Denn bei den Freien Wählern besteht Einigkeit, dass hier der Straftatbestand der Untreue erfüllt ist. Schließlich sei der Stadtrat bei der Entscheidung über Trapps Einstellung nicht über dessen Zusatz-Salär informiert gewesen. Bis heute sei dem städtischen Haushalt so durch das Extra-Geld für Trapp ein Schaden von mehr als fünfzigtausend Euro entstanden.
Fraktionsmitglied Reinhard Ottlik spricht deshalb auch von ‚Geschenken des Oberbürgermeisters an seinen immer loyalen Pressesprecher Trapp‘, die der Steuerzahler bezahlt habe. Außerdem befürchtet Ottlik, dass dies kein Einzelfall aus der Amtszeit Georg Jung ist: ‚Man muss damit rechnen, dass noch sehr viele dubiose Angelegenheiten in den nächsten Monaten ans Tageslicht kommen, wenn nach dem Amtswechsel an der Rathausspitze der Jungsche Sumpf hoffentlich trockengelegt wird.‘, so der FW-Mann. Denn es sei eine inzwischen bekannte Jung-Manier, Zahlungen verschachtelt und versteckt am Stadtrat vorbei zu leiten.

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017