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Filmauswahl beim Bundesfestival junger Film 2021

Auch wenn im vergangenen Jahr durch die Corona-Pandemie das Filmemachen erschwert wurde, wurden insgesamt 486 Filme, Musikvideos und Drehbücher eingereicht. Daraus wurde eine Auswahl von 77 Werken

zusammengestellt, die beim diesjährigen Bundesfestival junger Film vom 10. bis 13. Juni in unterschiedlichen Filmblöcken und Wettbewerben präsentieren wollen.

Der künstlerische Leiter Jörn Michaely zu dem diesjährigen Programm: “Ich bin beeindruckt über die erneut große Zahl an starken Filmen, die uns erreicht haben. Aber die Corona-Pandemie geht auch an Filmemacher*innen nicht spurlos vorbei. Viele Filme beschäftigen sich mit Isolation, mit der gesellschaftlichen Spaltung oder den finanziellen Nöten, mit denen Künstler*innen sich dieser Tage konfrontiert sehen.”

Der organisatorische Leiter Fabian Roschy blickt positiv auf die vergangene Festivalausgabe zurück: “Mit 166.000 Zuschauer·innen im vergangenen Jahr haben wir wirklich alle Erwartungen meilenweit übertroffen. Das Festival ist zu einer festen Institution in der bundesweiten Filmszene geworden. Und für St. Ingbert ein Leuchtturmprojekt mit hoher Strahlkraft. Diesen Schwung wollen wir jetzt auch in das diesjährige Festival mitnehmen.”

Eröffnungsfilm: Haeberli

Eröffnet wird das Festival mit dem Dokumentarfilm “Haeberli” des Hamburger Regisseurs Moritz Müller-Preißer. Er portraitiert Adolf Haberli, ein St. Moritzer Urgestein, der sein Haus nicht den Immobilienhaien zum Fraß vorwerfen will. Ein Mensch, der allen Irrungen und Wirrungen unserer Zeit trotzt und standhaft bleibt – und eine Geschichte über das Recht auf unordentlichen Eigensinn im Dorf, im Haus und im Kopf.

Synopsis

Adolf Haeberli hat seit dem Tod seiner Mutter nie wieder aufgeräumt. Er sei schon für Ordnung, doch solle man sich auf das Wesentliche konzentrieren: Täglich verfasst er zwischen Bergen von Zeitungspapier zahllose Briefe auf seiner klappernden Schreibmaschine. Er kämpft gegen den Politapparat der Gemeinde. Dabei dreht sich alles um sein kaputtes Haus, mitten im schicken St. Moritz. Ein Portrait über das Recht auf unordentlichen Eigensinn im Dorf, im Haus und im Kopf. Mehr Informationen zum Film finden Sie hier.

Filmblöcke und Sonderprogramme

Die Filmblöcke und Sonderprogramme im Überblick:

Filmblock 1: Aus den Fugen
Die Welt scheint Kopf zu stehen – sowohl im Großen, als auch im ganz Privaten. Unser erster Filmblock beschäftigt sich mit den Wirrungen unserer Zeit. Mit Menschen, die zwar manchmal überfordert sind, aber sich dennoch nicht geschlagen geben. Und wir stellen uns die Frage: Wie sehr ist unsere Welt aus den Fugen geraten?

Filmblock 2: Echte Kämpfer·innen
Sie haben es nicht leicht. Und dennoch bleiben sie standhaft. Wir schauen auf echte Kämpfer·innen. Darauf, was sie antreibt. Was ihnen Kraft gibt. Und wie sie allen Widerständen trotzen.

Filmblock 3: Leben, Tod und das dazwischen
In diesem Filmblock begleiten wir Menschen in schwierigen Zeiten. Es geht um Verlust und Trauer – und den Umgang damit. Die Filme schaffen es, sich behutsam einem Tabuthema anzunähern und uns zum Nachdenken zu bringen.

Filmblock 4: Wir und die anderen
Egal, was die anderen sagen: Wir zeigen Filme mit mutigen Menschen, die zusammenhalten – komme, was wolle. Es geht um Liebe, Freundschaft und gesellschaftliche Konventionen.

Filmblock 5: Vor nicht allzu langer Zeit
Früher war angeblich alles besser? Von wegen! Wir reisen in diesem Filmblock in die Vergangenheit und schauen uns an, was die heute noch mit uns zu tun hat.

Filmblock 6: Point of view
Wir blicken aus neuen Perspektiven auf die Welt. Die Filme in diesem Block schaffen es, uns zu überraschen: Mit anderen Blickwinkeln und ungeahnten Einblicken in das Leben von anderen Menschen.

Filmblock 7: Geschichten von zuhause
Daheim ist es am schönsten? Wir bekommen Einblicke in private Rückzugsräume und beobachten Menschen, wie sie von zuhause ausbrechen oder der Alltag über sie einbricht.

Filmblock 8: Mein Körper, mein Leben
Über meinen Körper entscheide nur ich! – Das wissen auch die Figuren in diesem Filmblock. Sie lernen, mit ihrem Menschsein umzugehen – mit allen Herausforderungen, die das manchmal mit sich bringen kann. Wir dürfen sie beobachten: Auf der Suche nach sich selbst und ihrem Platz in der Gesellschaft.

Filmblock 9: Willkommen im Leben
Die besten Geschichten schreibt das Leben. Das wissen auch die Filmschaffenden in diesem Block. Deshalb entführen sie uns in Geschichten, in denen kräftig gemenschelt wird. Das führt natürlich zu Konflikten – aber auch zu schräg-schönen Momenten.

Filmblock 10: Echt jetzt?
Was ist Fiktion – und was ist echt? In diesem Block lassen wir die Grenzen verschwimmen. Und stellen uns immer wieder die Frage, wer hier lügt und wer die Wahrheit sagt. Das kann ganz schön überraschen…

Junger Clip: Der Musikvideowettbewerb
Was wäre Musik ohne das dazugehörige Video? Wir bieten Musikvideos eine Bühne. Eine Fachjury wählt unter den Einreichungen aus und vergibt den Musikvideopreis.

Junger Pitch: Der Drehbuchwettbewerb
Nichts geht über ein gutes Buch! Das gilt auch bei Filmen. Deshalb haben wir Nachwuchsautor·innen eingeladen, uns ihre Konzepte und Filmideen zu schicken. Wir haben eine Auswahl der vielversprechendsten Projekte zusammengestellt, die wir beim Jungen Pitch präsentieren. Jeder Autor hat vier Minuten Zeit, unsere Jury und Sie zu überzeugen. Viel Vergnügen!

Newcomer-Filmwettbewerb: Für Filmemacher·innen bis 21 Jahre
Ran an die Kamera und los – wir präsentieren ausgewählte Filme von Schulklassen, Projektgruppen und jungen kreativen Köpfen bis 21 Jahre in unserem Newcomer-Wettbewerb.

Mondo Trashfilm: Der Wettbewerb der schrägen Filme
Wir zeigen das Beste aus Horror und Trash: Filme, die mit einem Augenzwinkern zu verstehen sind. Und dazu freuen wir uns auf die beiden (nicht ganz ernsthaften) Filmkritiker Serge Immanuel Pocken und Dr. Harbert Stofeles, gemimt von Ensemblemitgliedern des Saarländischen Staatstheaters.

Eine vollständige Übersicht mit allen Filmen ist ab sofort auch auf www.junger-film.de zu finden.

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