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Fitnessbranche erlebt Boom im Saarland

Der Fitnessmarkt im Saarland boomt. Jeder elfte Saarländer ist Mitglied in einem Fitnessstudio, Tendenz steigend. Dabei gehen die Trends in Richtung Gesundheit und medizinisches Training. 

Mehr Sport treiben“ stand bei vielen Menschen auf der Liste der guten Vorsätze fürs neue Jahr. Das erfreut vor allem die Fitnessbranche, die zum Jahreswechsel entsprechend mit Angeboten lockt. Das letztjährige Wachstum von rund sieben Prozent wird nach Angaben des Verbands deutscher Fitness- und Gesundheits- Anlagen (DSSV) auch für 2012 erwartet. Bereits 2010 löste Fitness mit 7,3 Millionen Mitgliedern den Fußball als mitgliederstärkste Sportart in Deutschland ab. Dem DSSV zufolge werde diese Zahl in naher Zukunft auf zwölf Millionen steigen.
Auch im Saarland erleben die Fitnessstudios stetig Zulauf, vor allem im Januar. „Der Jahreswechsel ist unsere Hauptzeit, da gibt es die meisten Neuanmeldungen“, sagt Klaus Schmidt vom TC Fitness Treff in Saarbrücken. Schmidt spricht aus Erfahrung, sein Center besteht seit 27 Jahren. „Zu unseren 1300 Mitgliedern sind dieses Jahr über 40 dazugekommen.“ 2010 war einer Studie zufolge jeder elfte Saarländer in einem der knapp 100 Studios angemeldet. Der Großteil davon sind unabhängige Studios, die keiner Kette angehören. Filialanbieter wie Fitness First oder Discount- Marktführer McFit, die beide keine Mitgliederzahlen nennen wollten, konzentrieren sich auf größere Städte wie Saarbrücken und planen nach eigenen Angaben daher im Saarland keine weiteren Niederlassungen.
Das birgt weiteres Wachstumspotenzial für unabhängige Studios oder Nischenanbieter wie Mrs. Sporty, das sich auf Zirkeltraining für Frauen spezialisiert hat. Im Saarland bestehen derzeit neun solcher Clubs mit 2800 Mitgliedern, Tendenz steigend. „Wir wollen dieses Jahr weiter um zehn Prozent wachsen“, sagt eine Sprecherin von Mrs. Sporty. „Die Frauen kommen zu uns, um sich und ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun.“ Der Körperkult stehe dabei im Hintergrund.
Das bestätigt den bundesweiten Trend in Richtung Gesundheit und medizinisches Training, den auch Marco Wolter, Inhaber des Fitness Loft in Saarbrücken, für wichtig hält. Wie in anderen Einzelstudios bietet auch er seinen 1000 Mitgliedern Reha-Sport und Therapiebegleitung an. „Das Angebot wird gut angenommen, die Mitgliederzahlen steigen“, sagt er. Im Januar gab es mit An- und Abmeldungen bisher knapp 50 neue Kunden. „Ich bin optimistisch für das Jahr und gehe von über 200 Neukunden aus“, sagt Wolter, der wie TC-Geschäftsführer Schmidt auf persönliche Mitgliederbetreuung und familiäre Atmosphäre setzt.
Diese Qualität hat ihren Preis: Im Schnitt kostet eine Mitgliedschaft in Deutschland 47 Euro, beim Discounter deutlich weniger. Doch die unabhängigen Studios rechtfertigen ihren Preis mit umfassenderem Service und denken langfristig. „Unsere Kunden sind ‚Best- Ager’, im Schnitt 45 Jahre alt“, sagt Schmidt. „Sie werden immer älter und legen großen Wert auf ihre Gesundheit. Unsere Zielgruppe kann sich das auch leisten.“
Ähnlich sieht es Friedbert Steinkampf vom Ill-Vital in Illingen. Auch seine 800 Kunden seien gesundheitsorientiert, fallen in die gleiche Ziel- und Altersgruppe. „Wir fokussieren uns darauf, dass unsere Mitglieder zufrieden bleiben“, sagt Steinkampf, der für 65 Euro monatlich unter anderem eine „aktive Kinderbetreuung“ durch eine Kindergärtnerin anbietet. So ließen sich die Kunden besser binden.

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