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Flüchtlinge übergeben Spende an Deutschen Kinderschutzbund

Petra Rubeck und Ute Strullmeier vom Ortverband St. Ingbert des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) hatten Grund zur Freude: Flüchtlinge wünschten, dass eine Spende von ihnen an den DKSB übergeben werden solle.

Jörg Baumann, Firas Abou Kuba, Solomon Alemu und Mahmoud Amesh besuchten die Geschäftsstelle des DKSB und erzählten, wie es zu der Spende kam. Zusammen mit Jörg Baumann macht eine Gruppe junger Flüchtlinge Musik und unternimmt darüber hinaus auch Anderes, z.B. Minigolf spielen. Dabei äußerten die jungen Männer die Überlegung, dass sie gerne Menschen hier in St. Ingbert etwas Gutes tun wollten, so wie sie es selbst erfahren. Ziemlich schnell war klar, dass sie gerne Kindern helfen wollten. Als Jörg Baumann von der Aktion „Weihnachtswunschbaum“ des DKSB erfuhr, schlug er seinen Musikerkollegen vor, den Kinderschutzbund zu unterstützen. Diese Idee gefiel, und auch die nächste Entscheidung fiel ohne Komplikationen: Die Männertruppe war sich schnell einig, Plätzchen zu backen und diese in der Fußgängerzone zu verkaufen. Auch eine Küche fand sich ohne Probleme: Die türkische Gemeinde der Eyüp Sultan Camii – Moschee bot ihre Küche zum Backen an. Aber nicht nur in dieser Küche wurde dann gearbeitet. Die jungen Männer aus Syrien und Eritrea buken in der Moschee, türkische Frauen bei sich zuhause und Frauen aus Eritrea bei einer ihrer Familien zuhause. Alle Plätzchen wurden danach zusammen in der Fußgängerzone verkauft. Und nun können sich Kinder und Jugendliche aus St. Ingbert freuen, dass sie mit Hilfe der jungen Flüchtlinge vom Deutschen Kinderschutzbund unterstützt werden, denn die Gruppe entschied, dass das Geld am besten im Projekt „Große helfen Kleinen“ aufgehoben sei. So dürfen St. Ingberter erfahren, was für die jungen Männer und Familien, die sich hier eine Zukunft erhoffen, Miteinander bedeutet: dass man einander beisteht, dass sich Menschen verschiedener Herkunft und verschiedener Religion zusammen für andere einsetzen und dass aus diesem Miteinander Freundschaft und Heimat entstehen kann.

Text: Ute Strullmeier  Foto: Wolfgang Philipp

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