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Förderprogramm „Wasserzeichen“ startet in St. Ingbert

Ziel der Aktion Wasserzeichen ist es, durch die Entsiegelung und Versickerung auf Flächen, die Einleitung von Regenwasser aus versiegelten und befestigten Flächen in die Kanalisation zu verringern. Die Stadt St. Ingbert fördert bereits seit 2001 die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung

z.B. durch Entsiegelung, Versickerung und Retentionszisternen. Dieses Förderprogramm kann ab sofort mit den Fördermitteln des Förderprogrammes des saarländischen Umweltministeriums attraktiv fortgeführt werden.

Diese Förderangebote sollen zum Mitmachen anregen. Das Ergebnis: Kläranlagen und Kanäle werden vom Regenwasser entlastet und das Grundwasser angereichert.

Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer zeigt sich erfreut über das Förderprogramm des saarländischen Umweltministeriums: „Wir schaffen so nochmals neue Anreize für die Bürgerinnen und Bürger. Der Versiegelung von Flächen wirken wir entgegen und parallel handeln wir für den Naturschutz.“ Ein positiver Nebeneffekt sei zudem die verminderte Nutzung der Abwasserkanäle. Dies kann bei künftigen Starkregenereignissen zu einer Entlastung der Kanalisation beitragen.

Weitere Informationen, z.B. maximale Höhe der Förderung, gibt es auf der Internetseite der Stadt und beim Abwasserbetrieb der Stadt St. Ingbert.

Auf einen Blick: Förderfähig sind unterschiedliche Maßnahmen (Auszug aus dem Förderprogramm):

Entsiegelung -Offen für Regen-

Auf vielen Grundstücken gibt es Flächen, die befestigt und versiegelt sind, weil es für deren Nutzung notwendig oder sinnvoll erschien. Es wurde gepflastert, asphaltiert oder zubetoniert um Wege, Stellplätze oder Abstellflächen zu schaffen. Doch die Befestigung und Versiegelung von Flächen verhindert die Versickerung von Regenwasser, verringert die natürliche Verdunstung und zerstört Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Die möglichen Folgen sind:

  • ein hoher und schneller Abfluss von Regenwasser in die Kanalisation,
  • eine Überlastung der Kanäle bei Starkregen,
  • Schadstoffeinträge in Gewässer,
  • Überschwemmungen und Hochwasser, wenn Kanäle und Flüsse große Regenmengen nicht mehr aufnehmen können,
  • eine verringerte Grundwasserneubildung.

Deshalb fördert die die Aktion Wasserzeichen des Ministerium für Umwelt in Zusammenarbeit mit der Stadt St. Ingbert die Entsiegelung von Flächen.

Versickerung -Regenwasser auf neuen Wegen-

Regenwasser, das von versiegelten Flächen abfließt, kann in vielen Fällen gezielt in den Boden versickert werden. Dabei handelt es sich um Regenwasser von Dachflächen oder aus dem Überlauf von Regenwasserspeichern. Voraussetzungen sind:

  • der Boden muss ausreichend wasserdurchlässig sein,
  • die Belange des Grundwasser- und Bodenschutzes müssen berücksichtigt werden,
  • es muss ein Standort mit geeigneter Größe und Lage für eine Versickerungsanlage auf dem Grundstück vorhanden sein.

Die Versickerung kann über eine Flächenversickerung, über Versickerungsmulden, Mulden-Rigolen-Systeme oder vergleichbare Systeme erfolgen.

Rückhaltung -Regenwasser speichern-

Regenwasser, das von versiegelten Flächen abfließt, kann in vielen gespeichert werden und wenn keine Versickerung möglich ist dosiert an die Kanalisation weiter geleitet werden. Die Förderung beinhaltet die Zwischenspeicherung von Niederschlagsabfluss in einem Speicher (z.B. Retentionszisterne, Rigole) mit einem Mindestvolumen von 3 m³ pro 100 m² abgekoppelter Fläche und einer Einleitung mittels Drosselorgan in eine Mischwasserkanalisation oder eine Versickerung.

Trennung -Regenwasser umleiten-

Versiegelte Flächen die am öffentlichen Mischwasserkanal angeschlossen sind können durch Umleitung auf eigenem Grundstück in ein Oberflächengewässer eingeleitet werden.

Bürger der Stadt St. Ingbert können beim Abwasserbetrieb der Stadt unter der Telefonnummer 06894-13387 und 06894-13338 oder unter der E-Mail-Adresse abwasser@st-ingbert.de weitere Informationen erhalten und sich beraten lassen. Das Förderprogramm ist auch auf der Homepage der Stadt verfügbar und kann auch per Post an Interessierte versendet werden.

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