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Foodsharing unterstützt auch ukrainische Flüchtlinge

Seit 2018 ist die Foodsharing-Initiative in St. Ingbert aktiv. Der erste Fairteiler (Schrank, in dem Lebensmittel abgegeben und mitgenommen werden können) wurde 2019 in der Videothek Tape-o-mania

am Schmelzerparkplatz installiert und wird sehr häufig genutzt. Im März 2022 kam der zweite Fairteiler in Hassel an der evangelischen Kirche hinzu und im Mai dieses Jahres montierte das St. Ingberter Team einen Schrank im „H&M“ vor den Umkleiden. Damit ist St. Ingbert die erste Foodsharing-Stadt, die einen Fairteiler in einem Geschäft vorweisen kann.

Das Prinzip: Viele Lebensmittel werden gekauft oder geerntet und dann doch nicht verwertet. Bevor sie im Mülleimer landen, kann man sie im Fairteiler ablegen und wird damit zum „Foodsaver“. Jeder, der vorbeigeht, kann einfach mal schnell reinschauen und mitnehmen, was er selbst brauchen kann. So werden weniger kostbare Lebensmittel verschwendet und dem einen oder anderen Geldbeutel tut das sicher auch gut.

Die St. Ingerter Foodsharer sind aber noch in weiteren Bereichen aktiv: Wo immer Unterstützung in Form von Lebensmitteln oder anderen Hilfen benötigt wird, sind sie zur Stelle. Derzeit kommen sie regelmäßig in der Ersteinrichtung für Flüchtlinge aus der Ukraine in der Rohrbachhalle vorbei. Sie bringen Süßigkeiten, Kuchen, Obst, Gemüse-Snacks und viele andere Leckereien mit, die man ohne Kochen vernaschen kann.

Die Rohrbachhalle wurde als Flüchtlingsunterkunft wie „eine Stadt in der Halle“ gestaltet, mit Straßen, Wohneinheiten, Sanitäreinrichtungen und Gemeinschaftsräumen. Die Bewohner haben auf ihrem sehr begrenzten privaten Raum zwar ihre eigene Einrichtung und eigenes Geschirr, es gibt jedoch keine Kochgelegenheit. Die Mahlzeiten werden von einem Caterer angeliefert und von den Bewohnern selbst verteilt und anschließend gemeinsam oder auch allein verspeist. Danach wird aufgeräumt. „Kürzlich fragten mich einige Bewohner nach Spielzeug, mit dem die Kinder im Spielbereich spielen können“, erzählt Foodsharerin Christine Scholl. Sofort machte sich die Initiative auf die Suche und sammelte zahlreiche Spiele, Spielzeuge, Puppen usw. für unterschiedliche Altersklassen. Das Hilfskonzept ist also nicht auf Lebensmittel begrenzt. „Wir helfen, wo es nötig ist“, erklärt Thomas Debrand, Mitglied der Initiative und Foodsharing-Beauftragter der Stadt, „und wir freuen uns, dass uns die Stadt so sehr unterstützt.“

„Wir helfen, wo wir können“

In Kürze werden weitere Flüchtlinge nach St. Ingbert kommen und nun auch im Karlsbergsaal untergebracht werden. Das Konzept in den beiden Einrichtungen ist offen: Jeder kann während der Öffnungszeiten zwischen 8 und 16 Uhr ein- und ausgehen. Freundliche Besucher sind jederzeit herzlich willkommen. Bianca Thobae, Botschafterin der Foodsharing-Initiative, freut das besonders: „Dann werden wir auch im Karlsbergsaal in den nächsten Tag gleich mal vorbeischauen.“ Mike White, Leiter der Abteilung Familie, Soziales und Integration der Stadt, ist sehr froh über diese tatkräftige Unterstützung: „Wir tun alles, damit es den Menschen in den Einrichtungen gut geht, aber dabei sind wir auf Hilfe angewiesen. Auch die persönlichen Kontakte sind für die Menschen sehr wichtig. Dem Foodsharing-Team gilt mein herzlicher Dank!“

Dieses ehrenamtliche Engagement des Foodsharing-Teams fordert natürlich viel Einsatz und hilfsbereite Menschen. „Wir freuen uns über jede Spende und über jeden, der bei uns mitmachen möchte“, fügt Bianca Thobae hinzu.

Informationen zur Foodsharing-Initiative
https://foodsharing-staedte.org/de/stadt/st-ingbert
Facebook: Foodsharing St. Ingbert
Bianca Thobae, Tel.: 0172 599 41 82

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