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Freitag der Dreizehnte – Tag des Rauchmelders

Der Freitag dieser Woche ist der offizielle Tag des Rauchmelders. Trotz der Dreizehn kann dieser Freitag ein Glückstag sein. Denn Rauchmelder haben ihren Sinn.

So ist es keinesfalls überzogen, einen Tag zum Tag des Rauchmelders zu küren und damit diese kleinen, preisgünstigen Lebensretter in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken.

Gerade mal ein Drittel der Haushalte ist mit Rauchmeldern ausgestattet. Die verbleibenden Wohnungseigentümer legen sich oftmals Binsenweisheiten zu Recht, mit denen sie die Installation von Rauchmeldern für entbehrlich erklären. So meinen Viele, sie hätten eine Menge Zeit, wenn es zu brennen beginnt. Tatsächlich bleiben nur zwei bis vier Minuten zur Flucht. Bei allen Bränden entstehen gerade in der Schwelphase schon kurz nach Brandausbruch große Mengen hochgiftiger Gase. Auch Hitze weckt nicht früh genug. Schon nach wenigen Minuten erreichen die bei Bränden freigesetzten Gase lebensbedrohliche Konzentrationen, die nach kürzester Zeit zum Erstickungstod führen.

Sich auf andere zu verlassen oder auf die Wachsamkeit von Haustieren zu bauen, ist oft eine Fehleinschätzung, wenn die Nachbarn schlafen und das Haustier im Nebenzimmer ist. Die vier Minuten, die nach Ausbruch eines Feuers zur Flucht bleiben, sind ganz schnell vorbei. Auch das Argument, dass Steinhäuser nicht brennen, ist kein gutes Argument. Die brennende Gardine oder der Schaumstoff des Sofas oder einer Matratze reichen, um eine tödliche Rauchvergiftung zu erleiden.

Vom Feuer heimgesucht werden auch Menschen, die ansonsten auf größtmögliche Sicherheit bedacht sind. Ein elektrischer Defekt in einem Gerät, eine in die Jahre gekommene oder falsch installierte elektrische Anlage, aber auch Brandstiftung oder ein Brand in der Nachbarschaft können ganz schnell zu einer Katastrophe führen. Die meisten Brandopfer (70 Prozent) verunglücken nachts in den eigenen vier Wänden. Gefährlich ist dabei nicht so sehr das Feuer, sondern der Rauch. 95 Prozent der Brandtoten sterben an den Folgen einer Rauchvergiftung! Rauchmelder haben sich als vorbeugender Brandschutz bewährt. Tagsüber kann ein Brandherd meist schnell entdeckt und gelöscht werden, nachts dagegen schläft auch der Geruchssinn, so dass die Opfer im Schlaf überrascht werden, ohne die gefährlichen Brandgase zu bemerken. Rund 400 Menschen sterben jährlich in Deutschland an Bränden, die Mehrheit davon in Privathaushalten. Ursache für die etwa 200.000 Wohnungs- und Wohngebäudebrände im Jahr ist aber im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht nur Fahrlässigkeit. Sehr oft lösen technische Defekte Brände aus.

Der laute Alarm des Rauchmelders warnt auch Schlafende rechtzeitig vor der Brandgefahr und verschafft ihnen die notwendige Zeit, um sich und ihre Familie in Sicherheit bringen zu können. In Privathaushalten sollte in Schlaf und Kinderzimmern je ein Rauchmelder an der Decke angebracht werden. Des Weiteren müssen auch im Flur bzw. im Treppenraum Rauchmelder installiert werden. Gerade der Flur und die Treppe sind Rettungswege und sollten daher mit Rauchmeldern überwacht werden.

Rauchmelder kosten sehr wenig Geld. Auch können sie selbst von handwerklichen Laien problemlos montiert werden. Man sollte darauf achten, dass Rauchmelder die Prüfzeichen VdS und CE tragen. Noch besser sind so genannte Q-Rauchmelder. Die halten zehn Jahre lang und sind bis auf eine regelmäßige Funktionskontrolle völlig wartungsfrei. Rauchmelder kann man im Fachhandel für Brandschutz kaufen, aber auch in Warenhäusern, Baumärkten und im Versandhandel. Nähere Auskünfte erteilt die Feuerwehr. Auch im Internet unter www.​rauchmelder-lebensretter.​de.​ Im St. Ingberter Rathaus gibt Stefan Ochs gerne Auskunft: Tel. 13 309, mail: sochs@st-ingbert.de

 

PM: P. Gaschott, Stadt St. Ingbert

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