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Gemeinschaftsschule Gersheim ehrt sechzehn neue Abenteurer

„Ich bin eine Abenteuerin“ steht oben auf der Urkunde der zwölfjährigen Jana. Zusammen mit fünfzehn anderen Jugendlichen zwischen elf und vierzehn wird sie in der der Aula der Gemeinschaftsschule Gersheim gefeiert. Ältere Schüler klatschen sie ab, klopfen ihr anerkennend auf die Schulter. Es wird gejubelt. Ab sofort ist Jana Schulabenteuerin.

Ihr Gesicht strahlt, am rechten Handgelenk trägt sie jetzt ein buntes geflochtenes Band, das Erkennungszeichen aller offiziellen Schulabenteurer. Sie ist stolz auf die Urkunde und das Band, nochmehr ist sie stolz auf sich. „Ich habe in diesem Schuljahr in der Abenteuer-AG Dinge gemacht, die ich mich vorher wohl nie getraut hätte“, erklärt sie ihren Mitschülern.
„Ich habe mit den anderen nachts im Wald in einer selbst gebauten Laubhütte geschlafen. Es war so kalt. Wie gut, dass meine Freundin Tamira dabei war. So hatte ich keine Angst“.
Die Erlebnispädagogen Eric Schwarz, Andreas Klär und Oliver Clemens arbeiten gerne mit den Jugendlichen. Ihre monatlichen Aktionen bringen die Kinder ins Freie, raus aus den Klassenzimmern, weg von den Fernsehern und Smartphones.

Stattdessen wird gemeinsam geklettert, Sicherheit auf dem Mountainbike geübt und die Blies im Kayak erkundet. „Unsere Abenteuer stellen die AG-Teilnehmer vor Aufgaben, in denen sie erkennen, dass sie gemeinsam erfolgreicher sein können. Das schult Teambereitschaft und gegenseitige Verantwortung“, erklärt Eric Schwarz. „Und vor allem macht es auch Spaß“.

Fünfunddreißig Schulabenteurer hat die Gemeinschaftsschule Gersheim bisher ausgebildet, es hätten schon viel mehr sein können. „Allein in diesem Schuljahr hatten wir mehr als fünfzig Anfragen von Schülerinnen und Schülern“, erinnert sich Andreas Klär. Sechzehn bekamen einen der begehrten Plätze in der Abenteuer-AG, denn Sicherheit geht vor. Andreas Klär verdeutlicht: „Über zwanzig Aktionen haben wir bisher durchgeführt. Es gab bisher höchstens blaue Flecken. Wir trainieren mit den Jugendlichen Sicherungstechniken für jede Aktion. Dabei orientieren wir uns an den Standards des Erlebnispädagogischen Zentrums Saar.“

Jana betrachtet glücklich ihre Urkunde. Abenteuerin! Ihr Gesicht zeigt: für das Mädchen ist das mehr als nur ein Wort. Eher ein Gefühl. „Ich bin mutiger geworden, selbstbewusster“, reflektiert sie über sich selbst. Sie würde jederzeit wieder an der AG teilnehmen. Damit nicht genug. Für die neuste Ausgabe der Schülerzeitung hat sie sogar einen Artikel über ihre Abenteuer geschrieben.

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