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Gerd Bauer lobt Kreativität der saarländischen Filmszene

 Im Rahmen der Filmproduktionsförderung der Saarland Medien GmbH werden in diesem Jahr acht von 15 eingereichten Filmprojekten gefördert. „Es ist bemerkenswert, wie viele ansprechende Filmprojekte mit relativ schmalem Budget hier in der Region bzw. von saarländischen Filmschaffenden geplant und realisiert werden“, betonten Geschäftsführer Dr. Gerd Bauer und die dreiköpfige Jury bei einem Empfang zur Übergabe der Förderverträge.

Regisseurin Sung-Hyung Cho, die zum Wintersemester 2011/2012 als Professorin für Künstlerischen Film und Bewegtbild an die HBK Saar berufen wurde, begleitete die Veranstaltung als Ehrengast und ermutigte insbesondere die Filmschaffenden, die in diesem Jahr leer ausgingen, an ihre Projekte zu glauben. Ihr inzwischen mehrfach preisgekrönter Dokumentarfilm „Full Metal Village“ (u.a. Max-Ophüls-Preis 2007) war von mehreren Filmförderanstalten abgelehnt worden.

Gefördert wird „Deutsche – Leben in Israel“ mit 1.000 Euro für die Untertitelung in englischer Sprache. Der Dokumentarfilm von Dr. Helmut Simon, der bereits erfolgreich für die Teilnahme an einigen Dokumentarfilm-Festivals im In- und Ausland angemeldet wurde, zeigt Lebensgeschichten von deutschen Bürgern – darunter auch vier saarländische – die in den letzten zehn Jahren nach Israel umgesiedelt sind und sich dort mit der jüdischen und arabischen Kultur auseinandersetzen.

Der Dokumentar- und Experimentalfilm „Sacred Ground“ von Ludwig Schmidtpeter thematisiert die Gegensätzlichkeit der Lebensverhältnisse im Reservat Wounded Knee und einer der reichsten Gegenden Amerikas nahe Mount Rushmore. Den Soundtrack, der maßgeblich für die Wirkung dieses Films sein wird, liefert der Saarbrücker Komponist Stephan Mathieu. Das Projekt erhält eine Zuwendung von 3.500 Euro für Musik und Sounddesign.

Der Dokumentarfilm „Schlesiengrube, eine Heimatgeschichte“ von Dorothea Lata und Oliver Ziegler wird mit 6.000 Euro unterstützt. Der Film zeigt in eindringlichen Bildern die Lebensgeschichte von Dorothea Lata, die 1982 in Chropaczów (Schlesiengrube, Polen) geboren wurde und in Hannover und Hildesheim aufwuchs. Seit 2006 gehört sie fest zum Ensemble des Saarländischen Staatstheaters.

 Auch ein Kinderfilm wird in diesem Jahr unterstützt. 2.500 Euro gehen an Regisseurin Maria Kowalski für ihren Kurzfilm „Oma Frida und das Seeungeheuer“, das von den Abenteuern erzählt, die die 93 Jahre alten Oma Frida mit dem kleinen Seeungeheuer Schoscho erlebt, das sie bei sich aufgenommen hat.

An Jugendliche und Heranwachsende richtet sich der Kurzfilm „Fürchtet euch nicht“ von Marc André Misman, der mit 10.000 Euro unterstützt wird. Der Film, der das „Erwachsenwerden“ zum Thema hat, erzählt die Geschichte von drei jungen Sternsingern, die, als ihr Weg sie in ein heruntergekommenes Viertel führt, mit Szenen konfrontiert werden, die ihre Vorstellung vom Erwachsenwerden auf eine harte Probe stellt.

Der Kunstfilm „Streiflichter“ führt ins Bliesgau zum Wintringer Hof. Schmuckstück des Hofes ist die Wintringer Kapelle – ein besonderer Ort, der in seiner puristischen Schlichtheit prädestiniert ist, Kunst aufzunehmen. Die Videokünstlerin Valérie Hendrich setzt sich mit diesem Raum auf eine fast spirituelle Art auseinander und offenbart mittels neuester Technik die Lichtsymbolik der Gotik. Die Saarland Medien unterstützt sie dabei mit 3.000 Euro.

Mit 12.000 Euro wird der Dokumentarfilm „Die Rätsel des Lebens ergründen – der Maler Albert Weisgerber“ gefördert. Produzentin Barbara Wackernagel-Jacobs und Regisseur Dr. Boris Penth begeben sich auf die Spuren eines der  einflussreichsten und bedeutendsten bildenden Künstler, die das Saarland hervorgebracht hat: Albert Weisgerber, gebürtiger St. Ingberter, dessen Stil zwischen dem deutschen Impressionismus und dem beginnenden Expressionismus einzuordnen ist.

Der Dokumentarfilm „Alte Platte“ von Michael Nolte erhält ebenfalls eine Förderung in Höhe von 12.000 Euro. Der Film, der Ausschnitte aus dem Leben zweier ehemaliger Obdachloser – „Tex“ und „Makon“ – zeigt, führt uns in Parkanlagen, Hauseingänge, unter Autobahnbrücken oder an sonstige Orte, die sich eignen, Menschen „auf Platte“ unter freiem Himmel Schutz zu bieten.

Für Unterhaltung bei der Fördervergabe sorgten Szenen aus „Der Männerclub“, einer Internetserie in sechs Folgen von André Köhl. Das Projekt wurde 2009 von der Saarland Medien mit 8.000 Euro gefördert.

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