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Gewässer-Ölsperre für die Feuerwehr

St. Ingbert investiert aktiv in die Sicherheit und den Umweltschutz. Dazu erhält die Freiwillige Feuerwehr St. Ingbert eine Kombi-Ölsperre. Mit dieser Sperre können auf stehenden oder fließenden Gewässer Schadstoffe, vor allem Öl,

mechanisch zurückgehalten und aufgesogen werden. Ein Abfließen des Schadstoffs und eine Ausbreitung kann somit schnell verhindert werden.

Um zukünftig auf solche Umweltschadensereignisse besser vorbereitet zu sein, beschaffte der Eigenbetrieb Abwasser der Stadt St. Ingbert die Spezialausrüstung. Das Gerät sowie spezielle schwimmfähige Bindemittelwürfel werden bei der Freiwilligen Feuerwehr vorgehalten. Bei einem Schadensereignis bringen die Feuerwehrfrauen und –männer die Sperre in Transportkisten zum Einsatzort und bauen diese fachmännisch auf. In den vergangenen Tagen wurden die Einsatzkräfte an dem System geschult. Oberbürgermeister Ulli Meyer, der Beigerodnete für Sicherheit und Ordnung, Markus Hauck, der Leiter des Abwasserbetriebes Christian Fettig sowie Gerd Lang, Leiter Stabsstelle Umweltschutz machten sich beim Übungsbetrieb ein eigenes Bild der neuen Ausrüstung.

Auf einer maximalen Länge von 50 Metern kann die Sperre passgenau in Gewässer eingebaut werden. Denn durch Schnellverschlüsse können die Feuerwehrleute die Sperre in kürzester Zeit aufbauen und variabel anpassen. Die Segmente sind wiederverwendbar. Gewichte sorgen dafür, dass der Schadstoff nicht unter der Sperre abfließen kann und somit zurückgehalten wird.

Zum Jahreswechsel musste die Feuerwehr mehrfach bei einem Umweltschadensereignis in Rohrbach tätig werden. Tagelang war eine Sperre in einem Weiher hinter dem Geistkircher Hof eingebaut, um Heizöl aus einem Regenzufluss aufzufangen. Die Feuerwehr verhinderte eine Ausbreitung und einen größeren Umweltschaden in einem angrenzenden Biotop. Zusätzliches Material stellte damals die Berufsfeuerwehr Saarbrücken. Jetzt ist die Feuerwehr für die Ölschaden-Abwehr besser ausgerüstet.

Oberbürgermeister Ulli Meyer freut sich über die Beschaffung: „Zukünftig können unsere Feuerwehrleute die Umwelt noch schneller vor Schäden bewahren. Das Schutzsystem kann leicht eingebaut werden, somit wird eine Ausbreitung schnell verhindert. Eine gute und schlagkräftige Feuerwehr kann nur mit gutem Material zügig gegen Gefahren wirken. Mir sind die Investitionen in den Schutz der Menschen und die Umwelt besonders wichtig.“

Der Leiter des Abwasserbetriebes, Christian Fettig, ergänzt: „Diese Sperre verhindert eine Ausbreitung des Schadstoffs. Mit ihr können Gewässerverlauf und Böschungsbereiche besonders geschützt werden.“

Neben der Sperre wurde weitere Ausrüstung beschafft: Zum einen Saugwürfel zur Aufnahme von Schadstoffen und zum anderen wird die Sperre ergänzt durch eine selbstschwimmende Saugschaufel für den Saugwagen des städtischen Betriebshofs. Mit dem Gerät können Verunreinigungen von der Oberfläche des Gewässers abgeschlürft werden.

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