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Glan-Blies-Radweg vom ADFC mit 4 Sternen ausgezeichnet

Ein Kleinod abseits der Hauptrouten, der rund 130 km lange Glan-Blies-Radweg von Staudernheim bis Saargemünd erhielt vom ADFC vier von fünf Sternen. Er ist damit der dritte vom ADFC, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club, zertifizierte Radweg im Saarland.

Der fast durchgehend asphaltierte Weg bietet viel Natur und weiträumige Landschaften fernab von Trubel und Straßenverkehr. Im Saarland wurden bereits der Saar-Radweg mit 4 Sternen und der Saarland-Radweg mit 3 Sternen vom ADFC bedacht.

Auf ehemaligen Bahntrassen rollt’s

Der länderübergreifende Glan-Blies-Weg verläuft entlang zweier ehemaligen Bahnstrecken fast eben durch das Glan- und Bliestal. Aufs Auto kann man auch bei der Anreise getrost verzichten, denn der Radweg ist bequem mit dem Zug zu erreichen. Den Startpunkt Saargemünd erreicht man sehr gut über Saarbrücken mit der Bahn. Der grenzüberschreitende Glan-Blies-Weg verläuft über 130 km vom lothringischen Saargemünd durch das Bliestal (der Bliesgau ist DB-Fahrtziel Natur) und quer durch das Kuseler Musikantenland am Glan entlang bis nach Staudernheim (Nahe). Die Nähe zu den Flüssen sorgt nicht nur für ein ebenes Streckenprofil, sondern bietet einzigartige und abwechslungsreiche Landschaften. Über weite Strecken führt der Weg auf stillgelegten Bahntrassen bzw. neben der Draisinenbahn, abseits vom Straßenverkehr, so dass er sich besonders für Familien mit etwas älteren Kindern eignet.

Viel Natur und Kultur am Wegesrand

Entlang der Strecke gibt es viel an Natur und Kultur zu entdecken. Bereits in Saargemünd lockt direkt am Anfang der Tour das Museum für Steingut-Technik zur Erkundung der ehemals blühenden Keramikindustrie. 19 Kilometer weiter lohnt die erste Rast im Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim mit dem rekonstruierten Grabhügel der Keltenfürstin. In weiteren 14 Kilometern erreicht man die Barockstadt Blieskastel, die mit ihren Cafés, Restaurants und Lokalen in der schönen Altstadt zur Entschleunigung einlädt. Weiter durch das idyllische Bliestal mit seinen Störchen erreicht man nach weitern 14 Kilometern Homburg mit der historischen Altstadt. Hier lohnt ein Abstecher zu den Schlossberghöhlen, Europas größte Buntsandsteinhöhlen. Ein weiteres Highlight für die Radler ist der Ohmbachsee bei Schönenberg-Kübelberg nach rund 14 Kilometern. Weitere interessante Rastpunkte bis Meisenheim sind u.a. die Alte Schmiede in Bedesbach, die Ölmühle in St. Julian oder die Kirchen in Offenbach und Hundheim. Das malerische Meisenheim erreicht man nach insgesamt 115 Rad-Kilometern. Die historische Altstadt mit spätgotischer Schlosskirche, Markthalle und historischem Rathaus lädt zum Verweilen ein. Vorletzter Haltepunkt ist Odernheim mit dem besuchenswerten Kloster Disibodenberg, wo die heilige Hildegard von Bingen lebte. Bei Radkilometer 127 rollt man in den Zielort Staudernheim mit Anschlussmöglichkeit an den Naheradweg.

Gute Anschlüsse ins überregionale Radwegenetz

In Richtung Norden ist der Glan-Blies-Weg über gut ausgeschilderte Wege an den Rhein- und Naheradweg angebunden und ab Saargemünd an den Saarradweg Richtung Saarbrücken beziehungsweise über den Saar-Kohle-Kanal Richtung Straßburg.

Bereits im Jahr 2006 wurde der gesamte Glan-Blies-Radweg wegweisend nach den aktuellen Richtlinien durchgängig mit Ziel- und Entfernungsangaben beschildert, das Logo des Glan-Blies-Radweges ist durchgängig verwendet.

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