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Dienstag, 20. November 2018 · bedeckt  bedeckt bei 1 ℃ · Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen 3DPannenfahrzeug zieht Dieselspur auf L126Die Polizeiinspektion St. Ingbert meldet

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Großer Wasserschaden sorgt für stundenlangen Einsatz

Überflutete Tiefgarage in der Fußgängerzone – Anti-Gafferplanen auf der Autobahn – Branderkundung in Hassel

Am Donnerstagabend alarmierte die Integrierte Leitstelle die Feuerwehr St. Ingbert-Mitte nach St. Ingbert in die Kaiserstraße zu einem Wasserschaden. Die Meldeempfänger der freiwilligen Helfer lösten um 16:36 Uhr aus. Gemeldet wurde ein Wasserschaden in einem Wohn- und Geschäftshaus mit angrenzender Tiefgarage in der Fußgängerzone. Umgehend rückte das Hilfeleistungslöschfahrzeug zur Einsatzstelle aus. Vor Ort stellte der Einsatzleiter im Kellerbereich des Gebäudes (Fläche ca. 40 m²) sowie in der Tiefgarage (20x40m) einen Wasserstand von ca. 10 cm klarem Wasser fest. Da in diesem Gebäude auch ein Personenaufzug betrieben wird, wurde zuerst der Aufzugsschacht und Aufzug nach Personen kontrolliert. Parallel dazu setzten die Einsatzkräfte erste Tauchpumpen im überfluteten Bereich ein.

Da die Erstmaßnahmen aufgrund des Wasser-Volumens wenig Erfolg zeigten wurden gegen 17:00 Uhr weitere Einsatzkräfte alarmiert, die mit weiteren Fahrzeugen und Pumpen an die Einsatzstelle anrückten.

Nach 17 Uhr liefen zeitgleich fünf Tauchpumpen mit einer Förderleistung von ca. 2500 l/min. Während der Maßnahmen liefen Erkundungsmaßnahmen zur Ursache. Diese konnte jedoch ursprünglich nicht festgestellt werden. Erst als ein Pumpschacht mit ca. 2 m tiefe leergepumpt war, konnten die stationären Notpumpen begutachtet werden. Hierbei stellten die Einsatzkräfte fest, dass beide Pumpen ausgefallen waren und auch die Elektrik dieser zeitweise überflutet war. Weiterhin drückte an der Pumpstation massiv Wasser aus einem KG-Rohr heraus. Dieses Rohr hatte sich gelöst, da die Pumpstation die Wassermaßnahmen und dem Druck nicht mehr standhalten konnten. Aussagen ob die Wassermassen normal wären, konnten seitens des Betreibers nicht getroffen werden. So wurde die Station notdürftig in Stand gesetzt und eine Fachfirma sollte die Instandsetzung übernehmen. Auch die stationäre Notpumpe konnte nochmal in Betrieb genommen werden. Gegen 20:30 Uhr beendeten die Feuerwehrleute den Einsatz und rückten wieder ins Gerätehaus ein. Hier musste das Material noch ca. eine halbe Stunde gereinigt und ausgetauscht werden. Im Einsatz waren 20 Feuerwehrfrauen und Männer mit vier Einsatzfahrzeugen, die Stadtwerke Wasser und die Polizei.

Am gestrigen Freitagmorgen lösten um 07:59 Uhr erneut die Meldeempfänger mit gleicher Meldung wie am Donnerstagabend aus. Wieder standen der Kellerbereich und die Tiefgarage unter Wasser. Dieses Mal etwas höher, wie am Vorabend. Zusätzlich stand der Aufzugsschacht unter Wasser. Der Aufzug wurde außer Betrieb gesetzt. 15 Einsatzkräften setzten wiederum mehrere Pumpen mit einer Gesamt-Förderleistung von 2000l/min. Über Stunden pumpten diese das Wasser aus dem Keller. Wiederum lief die Ursachensuche über Stunden zusammen mit dem Betreiber, einer Fachfirma für Pumpenbetrieb, dem Abwasserbetrieb der Stadt und der Stadtwerke. Die Trinkwasserleitungen wurden durch die Stadtwerke kontrolliert. Der Abwasserbetrieb filmte mit einem Filmwagen den kanalisierten Wollbach neben dem Gebäude. Die Pumpenfirma stellte fest, dass die Elektronik der Pumpen ausgefallen ist und eine stationäre Pumpe nicht mehr funktionierte. Weiterhin konnte auch die Ursache der anstehenden Wassermassen durch Ausschließen der Ursache festgestellt werden. Durch eine Aneinanderreihung von unglücklichen Zufällen kam es zu diesen Einsätzen. Infolge einer Wartung funktionierte eine Pumpe in der Tiefgarage, die anstehendes Grundwasser abpumpen und dieses in den Wollbach ableiten soll nicht mehr richtig. Die Grundwasser-Massen bahnten sich somit ihren Weg in den Pumpenschacht, das als Sammelbecken gedacht ist. Diese Abpumpstation war für diese Massen nicht ausgelegt und konnte somit nicht richtig abpumpen. Daher fiel diese Pumpstation auch aus.

Die Feuerwehr beendete den Einsatz gegen 15 Uhr in der Fußgängerzone. Bereits im Juni bei dem schlimmen Unwetter war die Tiefgarage komplett überflutet.

Anti-Gafferplanen im Einsatz

Am Donnerstag forderte die Leitstelle die Anti-Gafferplanen der Feuerwehr St. Ingbert an. Mit einem Fahrzeug brachten zwei Feuerwehrleute drei Planen an die Unfallstelle auf der A6.  Dort war es gegen 11:06 Uhr zu einem folgenschweren Unfall gekommen.  Im Bereich der Baumaßnahmen um die Bischmisheimer Talbrücke befuhr ein 67-jähriger Mann aus Dillingen mit seinem Sattelschlepper den linken Fahrstreifen und stellte sein Gespann am linken Fahrbahnrand ab. Ein 48-jähriger Fahrer aus Schiffweiler befuhr zu diesem Zeitpunkt  – ebenfalls innerhalb des abgesperrten Baustellenareals – mit seiner Kehrmaschine rückwärts die mittlere Spur der eigentlichen Fahrbahn zum Zwecke der Durchführung von Reinigungsmaßnahmen. Hierbei erfasste der Fahrer der Kehrmaschine mit seinem Fahrzeugheck den Sattelschlepperfahrer, der zwischenzeitlich sein Fahrzeug verlassen hatte und auf die Fahrbahn getreten war. Der Sattelschlepperfahrer erlitt schwerste Verletzungen und verstarb noch an der Unfallstelle. An der Kehrmaschine entstanden leichte Sachschäden. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wurde ein Gutachter eingeschaltet.

Branderkundung in Hassel

Am Freitagabendbend, 19.10.2018, alarmierte um 17:07 Uhr die Leitstelle den Löschbezirk Hassel zu einer Branderkundung an die alte Schulturnhalle. Dort hatten Passanten eine Rauchentwicklung im Waldgebiet gemeldet.

Fotos: FFW IGB, Florian Jung (Tiefgarage) / Alex Weber (Anti-Gaffer-Plane)
Text: FFW IGB, Florian Jung / Polizeiinspektion Saarbrücken-Brebach

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St. Ingberter Anzeiger ·
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