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Gründung der „Deutsch-Polnischen Gesellschaft Saar“

„Wir treten ein für Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen“. Mit dieser Kernaussage eröffnet die „Deutsch-Polnische Gesellschaft – Bundesverband“ die Präsentation ihrer Webseite. 1986 gründete sich der Verband als eine Arbeitsgemeinschaft von engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Gesellschaften, die sich als Brückenbauer und Wegbereiter der deutsch-polnischen Versöhnung sowie als Ideengeber für die Politik verstanden. Die Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, die zahlreichen Akteure der deutsch-polnischen Beziehungen in Politik, Medien, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenzufassen. Ein weiteres Ziel ist die Verbesserung der häufig mangelnden Kommu-nikation zwischen den Beteiligten. Darüberhinaus soll durch Bündelung und Vernetzung eine starke gesellschaftliche Lobby für die Kooperation beider Länder und ihrer Bürger gebildet werden. Mittlerweile existieren über 50 regionale Deutsch-Polnische Gesellschaften mit rund 3700 Mitgliedern und zahl-reichen Kooperationspartnern, die mit ihrer Arbeit positiv in die Städte, Gemeinden und Regionen hineinwirken.

Im Saarland hat sich nun mit der „Deutsch-Polnischen Gesellschaft Saar“ eine weitere Regionalgesellschaft gegründet. Der ehemalige Gersheimer Bürgermeister und spätere Landrat des Landkreises Uecker-Randow, Siegfried Wack, ist Initiator dieser neuen saarländischen Organisation. In Mecklenburgisch-Vorpommern hatte er seinerzeit als Gründungsmitglied der dortigen Deutsch-Polnischen Gesellschaft bereits Erfahrungen in der bilateralen Zusammenarbeit sammeln können. Wack fiel auf, dass im Saarland seit 2009 eine offizielle Länderpartnerschaft zwischen dem Saarland und der polnischen Region Podkarpackie (Karpatenvorland) existiert, die aber von keiner Institution getragen und permanent mit Leben erfüllt wird. Lediglich in Spohns Haus wird ein intensiver Jugendaustausch zwischen den beiden Ländern betrieben.

Zweck des gemeinnützigen Vereins ist es, „die Verständigung und Begegnung zwischen den Menschen der Republik Polen und der Bundesrepublik Deutschland zu fördern sowie die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen in allen Fragen des öffentlichen und kulturellen Lebens zu vertiefen. Der Verein dient der Förderung der Verbundenheit, der Toleranz und der Verständigung zwischen beiden Völkern im Geist des europäischen Gedankens.“ In der Gründungsversammlung wurde Siegfried Wack zum 1. Vorsitzenden gewählt, zu seinen Stellvertretern wurde der Leiter von Spohns Haus, Hans Bollinger, und die Homburgerin Wioletta Frys bestimmt. Schatzmeister ist der Öko-Pädagoge Jerzy Wegrzynowski, Schriftführerin Dr. Magdalena Telus. Mitglied werden können Einzelpersonen wie auch juristische Personen. Eine besondere Aufwertung erfuhr der junge Verein durch die Ankündigung des Saarpfalz-Kreises, Mitglied zu werden.

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