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Grüne Jugend kritisi​ert GEMA-Tarifreform​

Die Grüne Jugend Saar sieht die angekündigte Tarifreform der GEMA sehr kritisch und befürchtet ein deutschlandweites Diskothekensterben. Das angekündigte Tarifmodell ist nach Meinung der jungen Grünen für die meisten Clubs und Diskotheken verheerend, aber auch Bars, Kneipen, Musikveranstalter und Strassenfeste sind zunehmend durch massive Gebührensteigerung betroffen.

Hierzu Thorsten Comtesse, Sprecher der Grünen Jugend Saar: „Die GEMA missbraucht ihrer Monopolstellung für eine massive Gebührenerhöhung. Die neue Gebührenordnung richtet sich bei Clubs u.a. nicht wie bisher nach den Einnahmen, sondern geht bei der Berechnung immer von einem gut gefüllten Club und der Grundfläche aus. Da jede Veranstaltung einzeln abgerechnet wird und der Pauschalpreis entfällt, gibt es auch keine Rabattemehr und die Clubs sind aufgrund der Länge der Veranstaltungen Doppelzahler.

Bei dieser Berechnung müssen viele Clubs und Diskotheken also in Zukunft zwischen 600 und 2000 Prozent mehr Abgaben zahlen, was für einige nicht tragbar sein wird und Schließungen zur Folge haben könnte. Es besteht zudem auch weiterhin nicht die Möglichkeit, Playlisten einzureichen und daher fehlt ein klares Erfassungssystem. Die GEMA bedient sich vielmehr in diesem untransparenten Verfahren zunächst selbst und nur ein Bruchteil geht überhaupt den Künstlern zu. Insbesondere Musikveranstaltungen, die eine Nischenkultur bedienen und keinen großen Profit abwerfen, sind nach der Tarifreform kaum noch möglich. Wir fordern daher den Stopp der geplanten GEMA-Tarifreform!“

Hintergrund: In Berlin demonstrierten diese Woche 5000 Menschen gegen die GEMA-Tarifreform. Dort drohen bereits renommierte Clubs wie z.B. das Berghain mit Schließung zum Jahresende, falls die Tarifreform umgesetzt wird.

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