Nachrichten

Donnerstag, 17. August 2017 · wolkig  wolkig bei 19 ℃ · Musikverein Rentrisch im Alten SteinbruchStraßenverkehrsgefährdung auf der A6Mobilitätskonzept einreichen und gewinnen

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Gruppe von Migrantinnen besuchte das Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises

Auf Anregung der AG Gesundheitschancen aus dem Netzwerk „Saarpfalz mit peb – ein Kreis macht sich fit“ besuchte kürzlich eine Gruppe von Migrantinnen aus unterschiedlichen Herkunftsländern das Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises. Der Kontakt zu den Teilnehmerinnen war über das Projekt IDA beim Frauenbüro des Saarpfalz-Kreises zustande gekommen.

Dr. Judith Nowack, Jugendärztin beim Gesundheitsamt, führte die Besucherinnen durch die verschiedenen Abteilungen. Dort stellten sich die Mitarbeiterinnen mit ihren jeweiligen Aufgabenbereichen vor: Schuleingangsuntersuchungen, Hör- und Sehtest, Trinkwasserüberwachung, Beratung zu ansteckenden Krankheiten verbunden mit Impfberatungen und anderen  Beratungsangeboten wie zum Beispiel Sucht-, Schwangerschafts-  oder Umweltberatung waren einige der vielen Themen. Daneben wurden auch Informationsmaterialien in mehreren Sprachen ausgeteilt.

Hauptthema war die Frage „Warum ist das Gewicht meines Kindes wichtig und wie kann ich dieses beeinflussen?“. Zu diesem Thema  referierte Dr. Angelika Thönnes, Kinder- und Jugendärztin beim Christlichen Jugenddorf und Vorsitzende des Adipositas-Netzwerkes Saarland. Sie erläuterte den anwesenden Frauen anhand der Ernährungspyramide anschaulich die wichtigsten Nahrungsmittel. Die Teilnehmerinnen erhielten einer Vielzahl weiterer Ernährungs- und Bewegungsempfehlungen und konnten bei einer kleinen Getränkekunde den Zuckergehalt der einzelnen Getränke schätzen.

Besonders erstaunt waren die Teilnehmerinnen über die Tatsache, dass viele als gesund beworbene Getränke durch ihren hohen Zuckergehalt zu Übergewicht führen können, dagegen das Trinkwasser aus dem Hahn als kalorienfreies und gut untersuchtes Lebensmittel empfohlen werden kann. Bei den meisten der anwesenden Besucherinnen rief diese Tatsache Verwunderung hervor, da ihren Heimatländern Wasser aus dem Hahn oft erst nach Aufbereitung genossen werden kann. Aber auch zu anderen Ernährungsthemen konnten die Fragen der Migrantinnen beantwortet werden.

„Es hat sich richtig gelohnt hierher zu kommen“ war der Tenor der Besucherinnen nach der Veranstaltung. Die AG Gesundheitschancen will deshalb in Zukunft ein regelmäßiges Angebot für einen größeren Kreis von Interessierten machen. Durch das Netzwerk „Saarpfalz mit peb – ein Landkreis macht sich fit“, das seit einem Jahr besteht und von Eva Schwerdtfeger koordiniert wird, sind bereits einige Projekte und Aktivitäten ins Leben gerufen worden. Das Netzwerk ist Partner von „Regionen mit peb“ in Berlin.

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017